Mittwoch, 27. Dezember 2017

Der 23. Dezember im Nähzimmer - Geburtstagsoutfit muss sein


Ich hoffe ihr hattet ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. So sehr ich die Weihnachtszeit liebe, die drei Hochtage des Weihnachtsfestes sind seit dem Ende der Spielzeugzeit doch auch nicht mehr das, was sie mal waren. Im nächsten Jahr wünsche ich mir wieder Lego. Nur damit ich wieder etwas zum anschließenden Zusammenbauen auspacken kann. So!


Den Tag vor Heiligabend verbringe ich meist im Nähzimmer. Der letzte Drücker und ich... wir haben ja ein sehr inniges Verhältnis zueinander. So versuche ich nun schon das 3. Jahr am 23. Dezember nicht nur die letzten Weihnachtsgeschenke fertig zu stellen, sondern auch noch für das standesgemäße Geburtstagsoutfit der großen Feldmaus zu sorgen. Drei Jahre haben wir mit dem kleinen Wirbelwind nun schon unser ganz persönliches Christkind in der Straße.

Zum ersten Geburtstag zierte ihr Geburtstagsshirt eine kleine Giraffe (leider nicht gebloggt), zum zweiten Geburtstag gab es den gewünschten "Mingo" und in diesem Jahr wäre es fast ein Fasan geworden... Das Aufwachsen am Feldrand führt wohl zu extravaganten Lieblingstieren. Da Fasane und Rebhühner aber keine sonders hübschen Tiere sind und auch zum Applizieren nicht gerade geeignet sind, einigte ich mich mit der Grau-rosa-Mama auf ein Pferd. Schließlich ist die große Feldmaus in diesem Lebensjahr das erste mal geritten und eine Pferdetorte gab es zum Geburtstag auch. Als Schnittmuster wählte ich mir diesmal das Modell 20 aus der Ottobre 4/2013.

Wer jetzt ganz gut aufgepasst hat, fragt sich nun sicher, warum das Geburtstagskleid denn dunkelblau ist. Jaaaaaa, ich hatte keinen zufriedenstellenden rosafarbenen Jersey mehr im Regal und grau gefiel mir zur geplanten Applikation nicht. Also wurde es dunkelblau und kaum hatte ich zugeschnitten verkündigte die große Feldmaus ihrer Mama, ihre Lieblingsfarbe sei so wie der Kinderwagen ihrer kleinen Schwester... und der ist dunkelblau - also alles richtig gemacht :D

Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:
  • Shirtkleid basierend auf Modell 20 aus der Ottobre 4/2013
  • Pferd appliziert nach der Vorlage "Pferdinand" von Fabelwald
  • Beschriftung mit dem Plotter erstellt und aufgebügelt

Montag, 18. Dezember 2017

Die Sache mit diesen Overalls...

Was habe ich da im Januar 2015 getan, als ich an dieser Stelle den gefütterten Overall für die damals frisch geschlüpfte große Feldmaus gezeigt habe... ja, bei diesem Gedanken erwische ich mich inzwischen sehr oft. Die Fragen nach diesem Overall reißen nicht ab. Auch nach fast drei Jahren beantworte ich wöchentlich Fragen zu Bestellungen, zum Schnitt und wie ich es geschafft habe ihn zu füttern. Nein, auch ich habe bis heute nicht geschafft, so einen Overall ohne innen sichtbare Naht zu nähen. Die Schrittnaht mit den überschlagenen Vorderteilen bleibt auch bei meiner gefütterten Version innen offen sichtbar. Falls das irgendwann irgendjemand schafft, sagt er mir bitte Bescheid ;-)



Leider hat den oben genannten Overall weder die große Feldmaus noch ein anderes Kind je getragen, denn der Schnitt fiel so furchtbar aus und war mit der dicken Fütterung so steif, dass er einfach nie gepasst hat. Auf der optischen Grundlage des Minikrea-Schnittes habe ich mir anschließend einen Schnitt erstellt, den ich seither für meine Overalls verwende. 

Als meine frühere Lieblingslehrerin nun ein Baby bekommen hat, habe ich es mir nicht nehmen lassen, mich mit etwas genähtem bei ihr zu bedanken, dass sie damit gewartet hat bis wir unser Abi bereits in der Tasche hatten. Was haben wir damals gebibbert...
Ich wollte sie mit etwas praktischem überraschen und habe mal die Grau-rosa-Mama gefragt, was das Beste war, dass ich den Feldmäusen bisher genäht habe und sie antwortete mit den Overalls und ihrer Windeltasche für die Handtasche.


Gesagt und fast getan, durfte sie sich die frisch gebackene Mama über einen hoffentlich lange mitwachsenden Sweat-Overall freuen. Auf das Füttern habe ich bewusst verzichtet, packt man die kleinen doch meist eh noch in einen dicken Fußsack. Nur die Kapuze bekam ein verspieltes Futter als Eyecatcher. Fein säuberlich per Hand mit dem Zauberstich am Kapuzenansatz angenäht.

Liebe Grüße, Nadine

Sonntag, 10. Dezember 2017

Betula, Betula, Betula

Uff, was sind die letzten Wochen verflogen. Ob es nun an dem nahe rückenden Weihnachtsfest oder diversen universitären Verpflichtungen lag, wahrscheinlich war es die Kombination aus beidem. Außerdem habe ich mir mal wieder eine Challenge mit mir selbst geliefert: Schiebe deine Hausarbeit so lange seelenruhig vor dir her, bis du nur noch 1,5 Wochen Zeit bis zur Deadline hast, um völlig zu eskalieren. Dennoch habe ich es  wieder geschafft. Der letzte Drücker und ich, wir pflegen definitiv eine innige Beziehung. 

Genäht wurde trotzdem ein bisschen. Entstanden ist unter anderem ein weiterer Pulli nach dem Schnitt Betula von Fabelwald. Dieses Jahr mein wohl meist genähter Schnitt überhaupt. Inzwischen dürften sich vier dieser Art in meinem Kleiderschrank zusammen gefunden haben. Für mich ist er der perfekte Schnitt für die kälteren Tage. 



Ich bin ja ein absoluter Perfektionist was die Stimmigkeit von Hauptstoff und Bündchenfarbe angeht. Das ist aber oft ein riesen Problem, denn nicht jeder Hersteller bietet aufeinander abgestimmtes Material an und blau ist nicht gleich blau bzw. dunkelrot nicht gleich dunkelrot... Da spielt mir Betula in die Karten. Die Saumbündchen lassen sich wegen den Schlitzen und der deshalb nicht so benötigten Dehnbarkeit nämlich problemlos aus dem gleichen Stoff arbeiten. Das Halsbündchen umgehe ich durch Belege. Auf diese Weise entsteht das ein oder andere Basicteil, mit dem besonderen etwas. 


Habt einen schönen 2. Advent!
Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:
  • Genäht nach dem Schnitt Betula von Fabelwald (Gr. 36),
  • aus dunkelrotem dünnen Sweat vom Stoffmarkt,
  • die Ärmellänge habe ich für mich angepasst.