Dienstag, 29. März 2016

Charliebag

Seit über einem Jahr geistern diese Taschen durch die Blogs und die sozialen Netzwerke und schon lange will ich sie Nachnähen. Aber viele dieser Taschen beruhen auf einem Schnitt von Burda und Burda-Schnitte sind so gar nicht meins. Drei mal habe ich versucht nach Burda zu nähen, drei mal bin ich gescheitert und war das Teil für die Tonne. Nein danke. Da fiel mir ein, ich habe ja den besten Schnittbasteler im Haus...



Ihm das Tutorial von "Draußen nur Kännchen" gezeigt, grob die Proportionen geschätzt und eine Stunde später hockte ich mit dem aus Zeitungspapier ausgeschnittenen Teil im Nähzimmer ;-)

Über die entstandene Tasche durfte sich dann meine liebste Patentante zu Ostern freuen. Und ich brauche unbedingt auch noch eine oder besser zwei, drei, vier!

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Charliebag: Schnitt frei Schnauze selbst gebastelt
Stoff: Notting Hill "Primrose", war ein Geschenk meiner lieben Blogger-Kollegin Lila-Lotta

Sonntag, 27. März 2016

Frohe Ostern!


Ich hoffe ihr habt alle Verstecke ausgemacht und die Nester geplündert? 

Liebe Grüße, Nadine

Sonntag, 20. März 2016

Geht nicht, gibt es nicht!


Es ist schon ein paar Wochen her, da habe ich mal wieder eine Einschlagdecke genäht. 

Wie immer sollte sie einen Durchlass für den Schrittgurt haben um die Decke auch in der Babyschale nutzen zu können. Normalerweise habe ich diesen Durchlass nachträglich eingeschnitten und dann eingefasst, was mir aber nie so richtig optimal erschien.
Es muss doch einen Weg geben, den Durchlass dort "schön" rein zu bekommen, dachte ich. Ich erinnerte mich an die Paspeltaschen, wie man sie in Lady Serena von mialuna oder auch beim Münzfach vom BigMoneyBag von Kibadoo macht. Munter schnitt ich zu und versuchte es - Es klappte!



Normalerweise werden diese Decken rechts auf rechts zusammengesteckt und anschließend verstürzt. Mit dem Durchlass darin geht das so natürlich nicht mehr. Man näht dann in einem halbgewendeten Zustand und muss sich das Ganze immer wieder neu zurecht stecken. Nicht ganz so einfach wie das Verstürzen, aber doch schwerer zu erklären als es tatsächlich ist.


Solche Tüfteleien machen mir immer unheimlich Spaß. Oder wie mein alter Herr sagen würde: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!" - hihi.

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Einschlagdecke: eigener Schnitt

Dienstag, 8. März 2016

Mein Lüttes Tuch

Wer hätte gedacht, dass Lieblingsteile so einfach sein können? Vor ein paar Wochen hat es Annelie vonAhoi mit dem Lütten Tuch gezeigt.
Ein langes Stoffrechteck um den Hals geschlungen und mit einem Knebelverschluss auf der Schulter geschlossen. Übrig bleiben ein wallendes Dreieck vorne und ein Dreieck auf dem Rücken. So schnell genäht, so schön, so kuschelig! SO mag ich das.




Und damit ihr noch seht, wie Alltagstauglich mein Lüttes Tuch ist, hier nochmal ausgehfein zum Mantel. Habe ich schon erwähnt, dass ich es liebe?


Das Tutorial zum selbernähen findet ihr bei Annelie, fertige Tücher gibt es bei lütt&Lang!

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Stoffe: Sweat und leichter Jersey aus dem heimischen Stoffladen
Snappap: Snaply

Freitag, 4. März 2016

Pythagola - Tutorial mit Schnitt für ein Mäppchen

Habt ihr neues Schreibutensil auch so gern wie ich und gerne alles beisammen? Dann werdet ihr euch über den heutigen Post freuen. Ich habe nämlich etwas mitgebracht. Als kleine Entschädigung für die lernbedingte Blogruhe.


Pythagola - "Klingt wie irgendwas in Mathe", werdet ihr denken. Genau. Zum einen hat die Schnittkonstruktion dieses Mäppchens ein bisschen was mit Herrn Pythagora zu tun - Geschlossen bilden die Seiten des Mäppchen nämlich ein Dreieck. Wir erinnern uns? Pythagoras Dreieckssatz *zwinker* - Zum anderen sollte ein großer Taschenrechner mit hinein passen.


Ihr braucht:

- Das Schnittmuster (Nur für den privaten Gebrauch!)
- Zwei Baumwollstoffe eurer Wahl (Wachstuch geht sicher auch)
- Endlosreißverschluss und einen Zipper
- Vlieseline H250
- Vlieseline H630, besser ist noch das H640

Das Schnittmuster enthält keine Nahtzugabe!
Außenstoff: 1x im Bruch zuschneiden, mit H250 verstärken
Innenstoff: 2x ohne Bruch zuschneiden, mit H630 bzw. H640 verstärken

Für die Gurus unter euch versteht sich das Ganze sicher von selbst, für alle anderen habe ich mal mitfotografiert:


Den Reißverschluss (noch ohne Zipper) mit der Raupenseite, also rechts auf rechts, an eine Oberkante des Mäppchens legen. Ein verstärktes Innenteil ebenfalls rechts auf rechts darauf legen. Der Reißverschluss liegt nun an der Kante zwischen beiden Stoffen.
Wer mag kann den Reißverschluss vor dem Nähen mit Stylefix fixieren.
Den Reißverschluss festnähen. 


Die genähte Seite schön ausformen oder vorsichtig bügeln. Dann die Innenteile rechts auf rechts aufeinander legen und das Außenteil rechts auf die rechts rüber schlagen. Wir haben ein Sandwich und der Reißverschluss liegt wieder zwischen einem Innenteil und dem Außenteil. Die Oberkante mit Reißverschluss nähen.


Auch diese Seite schön ausformen bzw. bügeln und dann einmal knappkantig absteppen.


So sieht das Ganze nun aus. Jetzt muss der Zipper auf den Reißverschluss.


Ich schneide in eine Raupenseite eine Ecke, ziehe den Zipper schonmal auf die gegenüberliegende Raupenseite und fahre den Zipper an der geschnittenen Ecke auch auf diese Raupenseite. Dann halte ich  beide Raupenseiten am Ende des Reißverschlusses mit einer Hand fest, und ziehe den Zipper mit den anderen Seite, sodass beide Raupenseiten zusammenlaufen.


Das entstandene Paket so klappen, dass Außenteil und beide Innenteile rechts auf rechts liegen. Die Unterkante der Innteile nähen und dabei eine Wendeöffnung von 4-5cm lassen.


Jetzt werden die Seiten genäht. So nah wie möglich an die Reißverschluss-Raupe heran nähen, aber den Reißverschluss NICHT mit festnähen!



Das ist echt wichtig und habe ich selbst zig mal falsch gemacht.



Nun die Böden nähen. Dazu die Laschen wie im Bild falten und mit der Nähmaschine abnähen.


Ist das bei allen Laschen gemacht, solltet ihr so etwas vor euch liegen haben. Nur noch durch die Wendeöffnung wenden, ausformen und die Wendeöffnung verschließen.


Tadaaaa! Jetzt freuen :-)


Genäht habe ich die Mäppchen für mich und meinen Seelenzwilling als kleine Motivationsspritze vor der Klausurphase und warum sollen nur wir uns über die hübschen Täschchen auf dem Schreibtisch freuen?

Wer ein ganz individuelles Mäppchen möchte, versuche sich doch mal mit Stoffmalfarbe am Kartoffeldruck. Das macht so spaß!

Liebe Grüße, Nadine

Mittwoch, 2. März 2016

Vom schlechten Gewissen und dem Studentenleben

Ein Blog will gefüllt werden. Regelmäßig und mit gutem Content. Das kostet Zeit. Zeit, die ich nutzen könnte um der Nählust endlich mal wieder Raum zu geben. Kreativ zu sein. Genauso könnte ich aber auch einen schönen Abend mit Freunden verbringen oder meine liebe Oma besuchen. Ich könnte natürlich auch aufgeschobenen Unikram erledigen. 
Studentendasein - Ein Leben mit ständigen Gewissenskonflikten.


Was hatte ich Ende 2014 noch für ein utopisch klischeehaftes Bild auf das Studium...

Das echte Studentenleben sieht dann leider etwas anders aus. Ich quäle mich morgens aus dem Bett und versuche die Treppe ohne Knochenbrüche runter zu gehen, denn es war am Abend zuvor mal wieder etwas spät geworden. Mit zugekniffenen Augen fische ich Jeans und Hoodie aus dem Schrank und klatsche mir im Bad ein schnelles Makeup ins Gesicht. Augenringe retouchieren zwecklos. Ich schaffe es gerade noch Tee aufzusetzen und in der Zwischenzeit ein Butterbrot runter zu würgen. Statt Kaffe fülle ich Tee in eine hässliche Thermoflasche, denn so ein Kaffe-to-go Becher sieht zwar lässig aus, macht sich auf dem Fahrrad aber nicht so gut und den Kaffe mag ich immer noch nicht. Statt der Retro-Umhängetasche klipse ich anschließend die wetterfeste Fahrradtasche an meinen Gepäckträger und stopfe vorsichtshalber noch die Regenhose hinein. 
Ab gehts mit dem Rad zum Bahnhof. Falls ich im Zug einen Sitzplatz ergattere, hole ich noch ein bisschen Schlaf auf. In der Unistadt angekommen, hetzen wir mal wieder zur S-Bahn, die dann entweder vor der Nase wegfährt oder Gruppenkuscheln ankündigt. Getreu dem Motto "Voll ist eine S-Bahn erst, wenn niemand mehr umfallen kann".
Als wir schließlich im Hörsaal sitzen und der Dozent mehr oder weniger motiviert vor sich hin präsentiert, fragt man sich, warum man überhaupt gekommen ist. Entweder man kann ihm nicht zuhören oder man versteht ja doch nichts. Wird wohl wieder ein langer Abend.


Chilliges Studendenleben? Von wegen.

Auch wenn es anstrengende Monate waren, so kann ich kaum glauben, dass das erste Semester bereits rum ist. Wochen ohne Mathezettel gebüffel, dafür mit Praktikum - Fast fühlt man sich nutzlos. 
Endlich ZEIT um meinen Blog wieder mit Leben zu füllen.

Den Leseknochen mit passendem Lesezeichen bekam meine Patentante zu Weihnachten. 

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt Leseknochen: Sew4home
Schnitt Lesezeichen: Nähschule mit Mirjam