Freitag, 8. April 2016

Blogger, Instagrammer, Facebooker - Welchen Stellenwert räumt man der Online-Identität ein?


Ricarda von Pech und Schwefel hat einen tollen Blogpost über die Specktakularität von Blogs geschrieben. Ja, wie weit geht man? Welchen Stellenwert räumt man der Online-Identität ein?

Je mehr man sich einen Namen macht, so weiter rückt die eigentliche kreative Arbeit doch in den Hintergrund. Content, content, content!
Blog, instagram und facebook pflegen, fleißig kommentieren, Herzen und Däuchen verteilen, nebenbei neue Ideen (die die Welt noch nicht gesehen hat) aus dem Ärmel schütteln, umsetzen und davon natürlich profimäßige Hochglanzbilder machen. Manchmal wünsche ich mir die Zeit der NUR Blogs zurück, wo es noch darum ging ETWAS gut zu können und nicht eine ganze “one-women-show” (furchtbares Wort, ganz furchtbar!) abliefern zu müssen.

Freisprechen kann ich mich davon natürlich auch nicht und doch habe ich beschlossen, dass ich diese Spirale nicht endlich mitgehen werde. Ich bin kein Profi-Fotograf, kein Webdesigner, kein Model und schon gar kein Mensch, der über Leichen gehen kann! Ich wollte doch nur zeigen, was ich kann - nähen! Das macht mir Spaß, das macht mich glücklich und natürlich spornt es an, wenn dann jemand schreibt, dass man gut kann, was man tut.


Wer steckt hinter so einer Online-Identität? Wie sind die im Real-life?

Wisst ihr, warum ich auf den meisten Bildern nach unten schaue? Ich kann nicht posen, ich will nicht posen. Das bin ich nicht. Niemals könnten wir im belebten Park oder der Stadt fotografieren. Mir ist einfach nicht genug egal, was andere denken. Wenn ich Kleidung für mich nähe gilt inzwischen, besonders und verspielt ja, aus der Reihe stechen muss aber nicht so sein. Viele Kommilitonen wissen gar nicht um mein Hobby, Blog und co. und genau so möchte ich es. Ich bin nicht nur Fusselline, ich bin auch einfach 21-jährige Studentin, Freundin, Tochter,... mit allem was dazu gehört. 

Früher habe ich mir fürs Nähen und Bloggen die Nächte um die Ohren geschlagen. Ja, ihr wollt nicht wissen, wie ich teilweise im Unterricht saß... Warum? Weil ich mir die Latte grundsätzlich recht hoch lege und ich natürlich auch so einen tollen, perfekten und erfolgreichen Blog mit vielen Lesern haben wollte. Es wäre gelogen, wenn ich heute behaupten würde, dass mir Leserzahlen und Follower egal wären, aber ich versuche mich davon weniger beeinflussen zu lassen. Und doch erwische ich mein schlechtes Gewissen, wenn der letzte Post schon wieder länger zurück liegt, sich die Mails im Postfach stapeln, ich auf instagram noch keine Herzchen und Kommentare verteilt habe und mich Facebook mal wieder daran erinnert "xxx Leute haben lange nichts mehr von dir gehört!".


Manchmal mag ich das alles hinschmeißen, aber dann sage ich mir “Du bist der Boss!". Das echte Leben, DAS wartet nicht. Die x-tausend Follower auf sämtlichen Kanälen stehen nicht morgens um 7 Uhr mit Brötchen vor deiner Haustür um dich krank und nicht genug vorbereitet für die Klausur fit zu bekommen. 



Nachdenkliche Worte zum Wochenende... Dabei wollte ich doch eigentlich nur meine neue Sweatjacke mit Puffärmeln zeigen, die ich mir genäht habe. Abgewandelt vom Schnitt Lady Bella von mialuna und für mich in Weiten und Längen angepasst. Schlicht, besonders und doch etwas verspielt. Ich liebe sie. 

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Nadine

Zutaten:
Sweatjacke: Abgewandelt und für mich angepasst basierend auf "Lady Bella" von mialuna
Stoffe: Aus dem heimischen Stoffladen, der Fisch-Stoff war ein Geschenk meiner Blog-Kollegin Lila-Lotta

Kommentare:

  1. Hej Nadine,
    du sprichst mir so ziemlich aus dem herzen. auch ich komme nicht so regelmässig zum bloggen und würde wahnsinnig gerne bei allen blogs, die ich so mag vorbeischauen und kommentieren. aber mit einer vollzeit nachtarbeit, familie und näharbeiten ist das echt schwierig. man hängt wirklich sehr viel im netz und ist online, zeit, die man mit den kids und kreativen arbeiten verbringen sollte. allerdings mag ich auch das bloggerdasein, bin aber weit entfernt von einem profimässigen blog. die bilder sind oft nicht so gelungen :0) aber ich bin halt auch kein fotograf! viele blogs, die ich verfolge, haben wahnsinnig viel an ihrem layout getan die letzten jahre, es sieht sehr professionell aus, auch mit teilweise viel werbung. wenn ich mal ein paar tage nicht poste, kann man deutlich sehen, das die besucherzahlen rückgängig sind. mir geht es eigentlich wie dir, ich möchte mich nur gern mitteilen, sachen zeigen, die man gewerkelt hat und nicht zusätzlich in stress verfallen. ich kann nun mal nicht an allen challenges, sew alongs und was es sonst noch so alles gibt, teilnehmen.
    ich finde deinen blog sehr lesenswert und verfolge ihn fast seit beginn, kommentiere aber nicht immer alles.mach einfach weiter so :0)
    die sweatjacke ist superschön geworden, sehr schlicht aber mit schönen details.
    gefällt mir... ich wünsche dir ein schönes wochenende! ganz LG aus Dänemark ulrike

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    1. Hallo Ulrike, das soll ja auch niemand! Niemand ist verpflichtet zu kommentieren. Genau wie das Bloggen selbst. Ich denke es ist ein geben und nehmen, nach Machbarkeit und wenn ich meinen Senf dazu geben will. Ich hatte letztes Jahr durch meinen Träger einen Wordpress-Kurs gemacht und überlegt mit meinem Blog umzuziehen. Aber das beudeutet wieder tagelang am Computer hocken und noch mehr Möglichkeiten haben hier Zeit zu verschwenden. So bleibt es wie es ist :-)

      Liebe Grüße, Nadine

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  2. Liebe Nadine,

    ein wirklich schöner Beitrag zum Thema. Ich versuche auch seit langen, dem unbewussten Druck zu entgehen. Immerhin soll mein Blog "ich" bleiben.

    Deine Lady Bella ist wirklich schön geworden und sitzt sensationell. Ich bin auch gerade dabei, den Schnitt noch besser an meine Figur anzupassen. Ich trage ihn nämlich sehr gerne.

    lg

    Rosi

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    1. Hallo Rosi, ich finde die Jacke sitzt original sehr leger. Ich habe diese in der kleinsten Größe genäht und dann doch noch abgenäht. Gerade an den Ärmeln hatte ich für meinen Geschmack zu viel Stoff. Das war ein Akt.

      Liebe Grüße, Nadine

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    2. Das finde ich auch. Ich habe meine letzte nachträglich noch ordentlich tailliert und stark verlängert. Ich bin einfach so groß, da geht es nicht ohne. Ärmel gingen bei mir ganz gut, ich habe allerdings auch immer ein Langarm-Shirt drunter.

      lg

      Rosi

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  3. Liebe Nadine, ich begann mit Herzblut zu bloggen, als catherine (2011?) den MeMadeMonat Februar ausrief. Wir waren ein überschaubare Gruppe und hatten Spaß, uns gegenseitig unsere WErke zu zeigen. Der MMM, der aus dieser Aktion hervorging ist daher nich immer mein liebstes Schaufenster. Die Entwicklung auf vielen Blogs hin zum perfekt, nahezu professionell gestylten HochglanzOUTFIT beobachte ich mit Interesse. Meins ist das nicht. Ich freue mich auf schöne Ideen auf ehrlichen Bildern mit lebendigen Menschen dahinter.
    Danke für Deinen Post.
    Herzliche Grüße
    Marion

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    1. Ich erinnere mich! Von dir war das Wickelstirnband, dass ich in meiner Anfangszeit genäht habe :-) Ich weiß was du meinst. Vieles ist sehr groß geworden und man hat längst den Überblick verloren. Es liegt an uns selbst, wie wir damit umgehen.

      Liebe Grüße, Nadine

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  4. Prima geschrieben und ich weiß genau was du meinst.

    Ich für mich habe auch vor langer Zeit beschlosssen, diesem "Hype" um einen professionelle Blog nicht mitzumachen und mich beschleicht ein Gefühl, dass bei den Profis irgendwas auf der Strecke bleiben muss. Ich weiß nicht wie sie es machen Kinder, Küche und Karriere...auch deren Tag hat nur 24 h. Okay vielleicht ist alles immer nur eine Frage der Perspektive und die Hochglanzbilder die sie uns präsentieren sind nur Ausschnitte aus ihrem Leben und dahinter herrscht das absolute Chaos. Aber sie bereiten UNS damit ein schlechtes Gewissen, denn wir schaffen es nicht neben Studium, Beruf, Kindern und Haushalt so ein glänzendes Leben zu präsentieren. Aber eigentlich müssen wir kein schlechtes Gewissen haben, du nicht und auch ich nicht. Wir gehen unseren Weg ohne uns zu verbiegen...und bei ganz vielen habe ich den Eindruck, dass sie sich ordentlich verbiegen müssen um Herzchen, Likes und Kommentare zu bekommen nur weil sie einen Ruf zu verlieren habe.
    Meine Likes, Herzchen, Daumen hoch und Kommentare sind immer ehrlich und werden nicht vergeben nur weil ich mich demjenigen verbunden fühle.
    Und ein unaufgeräumtes Nähzimmer ist mir 10x sympatischer als eine auf Hochglanz polierte Küche/Wohnung:-). Ach....es gäbe SO viel dazu zu sagen...du machst das schon gut....bleib also wie du bist!

    Lieben Gruß Uschi

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    1. DANKE Uschi, DANKE! DAS wollte ich hören! Ich könnte mal einen Post über die Mutation und meine Eigenart des Chaos-Nähzimmers schreiben... hihi. Ich weiß es auch nicht. Irgendwas muss fehlen. Schlaf, Freunde,...? Selbst wenn ich es mal schaffe von dem was ich nähe zeitnah Fotos zu machen, mehrmals die Woche bloggen ist für mich nicht machbar.

      Liebe Grüße, Nadine

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  5. GENAU SO, liebe Nadine: DU BIST DER BOSS!!!
    Herzlichen Dank für diesen schönen Post und glaub mir, du sprichst gerade 90 Prozent der Nähbloggerinnen aus dem Herzen.
    Die Jacke ist mal wieder 100%ig gelungen - sieht klasse aus!
    Liebe Grüße,
    Sabine

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    1. Vielen Dank liebe Sabine!
      Liebe Grüße, Nadine

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  6. Toll geschrieben... Ich seh das ähnlich, Bloggen ist ein Hobby und jeder sollte sein Hobby so ausüben wie er möchte. Ich für meinen Teil möchte auf meinem Blog meine genähten Sachen zeigen, so war der Grundgedanke beim Erstellen meines Blog`s und ich möchte daran (zur Zeit) nichts ändern. Nähe ich nichts, kann ich nichts zeigen, so ist das, ich möchte mich nicht bei jedem Sew-along beteiligen auch wenn manche sehr interssant klingen und ich die Dinge, die während des Sew-along`s entstehen, benötigen könnte. Neben Job, Familien und Co, bleibt nicht viel Zeit um sehr aufwendige Blogpost`s mit Hochglanz-Foto`s zu schreiben, zumindest nicht bei mir. Mein Leben 1.0 geht vor, Bloggen ist ein Hobby und ich kann es "nur" dann ausüben, wenn alles andere um mich herum geregelt und organisiert ist, sprich: in meiner freien Zeit.

    Wie jeder andere sicherlich auch, hab auch ich diese "typischen" Hochglanz-Blog`s abboniert, ich lese sie gern, ich lese aber alle anderen Blog, die ich abboniert hab, mindestens, wenn nicht sogar viel lieber,... Sie sind lebensnaher, zumindest näher an meinem Leben.

    Was ich damit sagen möchte: Bleib dir deiner Einstellung treu, es ist alles gut so, wie`s ist.

    LG Justina

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  7. Liebe Nadine,
    heute lass ich auch mal einen Kommentar da! Seit mehreren Jahren bin ich stille Leserin von vielen Blogs. Deiner gehört zu einem meiner liebsten :)
    Du hast etwas ganz wundervolles ausgesprochen. Lange Zeit, als ich so eure Blogs beobachtete, hatte ich den Wunsch mich einzureihen und ebenso von meinen Werken zu berichten. Aber die viele Arbeit dahinter, mit den Fotos etc. schreckten mich ab. Bis ich mich über den letzten Weihnachtsurlaub doch spontan dazu entschlossen hab, es einfach zu probieren!
    Anfangs ließ ich mich sehr unterdrücken - von all den namhaften Blogs, deren Namen ich jetzt nicht aussprechen muss. Was die für Outfits posteten! Alles perfekt und bis ins kleinste Detail zusammenpassend. Und dann noch so wunderbare Kulissen und und und.
    Ich bin auch sehr perfektionistisch und deshalb machten mich meine in meinen Augen ungenügenden Selbstproträts ziemlich fertig und hielten mich zurück, genähte Kleidung für mich zu posten. Weil man will ja auch perfekte Tragebilder sehen :)
    Was für ein Schwachsinn, denke ich die letzten Tage!! "Zeig doch einfach, was du gemacht hast und wie es bei dir sitzt, an dir aussieht." Etc. Die "großen" werden vll nicht kommen, um zu bei mir zu gucken. Aber die geerdeten Blogger, die, denen das echte Leben ein ganzes Stück weit mehr bedeutet, werden sich auf meine Seite stellen. Und so ist es :)
    Danke für deine Worte! Ja, ich möchte einfach nur zeigen, was ich so nähe ;)

    Ganz liebe Grüße, Esther

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    1. Hallo liebe Esther,
      mal ein ganzes Outfit zu nähen macht auch riesigen Spaß, das habe ich hier ja auch schon oft für die Lieblingskinder gemacht. Ja, früher war ich sogar der Meinung man sollte genähtes nicht mit gekauftem zusammen tragen - so ein Quatsch!!! Die Mischung machts!

      Liebe Grüße, Nadine

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    2. Das ist ja witzig, diese Meinung hatte ich nämlich auch mal :DD
      Wenn ich meinen vorigen Kommentar lese, hab ich das Gefühl, ich könnte mich etwas missverständlich ausgedrückt haben...
      Ich bin für gute Fotos, unbedingt! Auch im privaten Leben. Wenn ich Accessoires, Babykleidung etc. nähe, pose ich sie auch so gut wie möglich (und Fotos mach ich schon immer vom Genähten, nicht nur für mein Blog) und hole das Beste aus meiner Kamera raus. Wenn ich aber etwas an mir auf dem Blog zeigen wollte, ließ ich mich stressen und zeigte es dann gar nicht, weil das Foto einfach nicht so gut war wie bei vielen bekannten Blogs oder ich hab halt nicht das passende Outfit oder die Kulisse stimmt nicht usw.! Und genau dies legte ich die letzten Tage einfach ab, weil es mich ja nicht weiterbringt ;)
      Und: Auf keinen Fall sind erfolreiche Blogger immer nicht geerdet oder so. Manche könnens einfach und sind trotzdem die normalsten Menschen der Welt.
      Wollte ich nur nochmal sagen, damit nicht vll doch was falsches ankam ;))

      LG Esther

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  8. Liebe Nadine,

    zuerst mal: tolle Jacke! Die Farben gefallen mir unheimlich gut (ich liebe blau mit orange). Die sollte ich endlich auch mal ausprobieren.
    Und zum eigentlichen Beitrag:
    Ich versteh dich sehr gut. Ich hab zwar nur einen kleinen Blog mit ganz wenig Lesern, trotzdem freu ich mich unheimlich über jedes Feedback. Ganz egal ob Kommentar auf dem Blog oder Likes und Herzchen auf Facebook oder Instagram. Es zeigt einfach, dass anderen gefällt, was man macht. Und obwohl ich auch hin und wieder dachte, es muss auf dem Blog mehr laufen, so habe ich für mich entscheiden, dass nur mehr laufen muss, wenn es mir fehlt, weil es mir Spaß macht. Da ist mir mein Leben hier, meine Kinder, mein Mann, meine Freunde usw. einfach wichtiger. Und wenn ich gerade keine Lust zu bloggen habe, dann mach ich eben nichts. Deinen Blog verfolge ich auch schon länger und mag ihn, gerade weil man sich mit dir identifizieren kann. Deine Fotos sind toll, aber nicht so, dass man sofort das Gefühl hat "Sowas kann ich nie!", sondern eher so, dass es anspornt sich selber mal an der Kamera auszuprobieren. Die Fotos von dir selber zeigen immer genau, worauf es ankommt, sie zeigen deine Nähwerke, aber eben nicht mehr. Alles in allem wirkst du einfach immer sehr symphatisch und ich lese hier sehr gerne mit, ganz egal, wie oft du bloggst.

    Liebe Grüße
    Anne

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    1. Ich kriege echt Pipi in den Augen wenn ich deine letzten Sätze lese! Es zeigt mir, dass ich doch eine ganze Menge richtig gemacht habe. Jeder der sich ein bisschen für Fotografie interessiert (ich komme da etwas nach meinem Vater, der bis heute noch "richtig" und analog fotografiert) kann sich den schönen Bildern auch nicht entziehen. Ich persönlich liebe natürliche Bilder im Stil wie sie Isabelle Wistuba von HannaPurzel oder auch Bernadette Burnett von Kluntjebunt machen. Sie können es einfach. Der entscheidende Grad zwischen lebensnah und zu perfekt. Mir selbst erschien die Kamera immer wie ein Hexenwerk mit ihren drölfzig Knöpfen und Modi, bis mir Katrin&Sandra gezeigt haben, worauf es ankommt. Vergiss die Hochkomplizierte Bedienungsanleitung und überfordere dich nicht mit dem kompletten manuellen fotografieren. Übe mit Blenden- und Zeitautomatik und du hast schon viel größeren Einfluss auf die Bilder, die du machst. Probiers aus! Das macht Spaß!

      Liebe Grüße, Nadine

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  9. Die Jacke ist schön geworden. Sieht stimmig und passend aus.
    Wenn man die ganze Zeit online unterwegs ist, hat man keine Zeit mehr zu nähen... Das muß jeder für sich selbst entscheiden. Ich nähe abends lieber, auch wenn ich gerne Fotos und (wichtig!) Beschreibungen zu den Projekten angucke. Beschreibungen helfen mir, Dinge zu lernen. Das finde ich wichtig.
    Lg Franziska

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    1. Vielen Dank! Ich habe oft das Tablet neben der Maschine liegen wenn ich Anleitungen lesen muss. Liebe Grüße, Nadine

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  10. Diese Gedanken mache ich mir auch schon lange. Wie schön waren die alten Bloggerzeiten. Vor Facebook Instagram etc. da gab es noch Austausch auf dem Blog. Warum haben denn alle begonnen sich auch auf den anderen Plattformen zu engagieren?! Weil es doch so bequem schnell und einfach ist ein like oder Herz zu vergeben statt zu kommentieren. So hatte man den Zwang sich dort auch anzumelden um überhaupt wieder Feedback und Leser zu bekommen. Die Entwicklung finde ich sehr schade und ich wünsche mir oft die alten Zeiten zurück.
    Deine Jacke ist übrigens toll!
    Lg Martina

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    1. Hallo Martina, ja es ist so wie du schreibst. Man "muss" mitziehen. Für mich war allerdings immer der Blog das Hauptaugenmerk, Facebook läuft nebenbei. Instagram fand und finde ich noch eine schöne Sache um auch mal schnell einen lieben Gruß da zu lassen oder zu zeigen was einen sonst so bewegt, aber Instagram ist ein gewaltiger Zeitfresser.

      Liebe Grüße, Nadine

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  11. Liebe Nadine,

    ich finde es ganz toll, dass du - zumindest schon mal theoretisch - dem virtuellen Leben etwas weniger Bedeutung schenken möchtest.
    Ich kann sehr gut verstehen, was die Likes und Kommentare einem geben. Zwar hab ich nur eine sehr kleine Seite auf FB, aber auch damit erwische ich mich schon beim Nähen dabei zu überlegen, wann ich das wie posten kann, statt mich an der Arbeit zu freuen und am Ergebnis. Das ist völlig banane. Und du hast so recht mit deinem Beispiel von den Followern, die eben nicht bei dir vor der Tür stehen, wenn du sie brauchst. Die Menschen, die da stehen, dass sind die, denen die Aufmerksamkeit gebührt. Der "Ruhm" ist toll, das glaub ich auch. Aber nur als Zugabe zum normalen, undigitalen Leben.
    Ich freue mich immer über deine Posts und lese sehr gerne von dir. Aber ich gönne dir von Herzen, dass du schaffst, das als Hobby, als einen Teil des Lebens, als etwas von vielem zu sehen und den Rest des Lebens nicht durch die Kommentare-Likes-Sammel-Brille zu sehen :)

    Deine Jacke find ich super. Mir stehen absolut keine Puffärmel, ich hab immer das Gefühl, noch dürrer-Herring-mäßiger damit auszusehen. Aber dir stehen sie sehr gut. Und sie plustern auch nicht so doll, sondern stechen einfach nur ins Auge. Sehr schön.

    Grüßkens
    Melissa

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    1. Hallo Melissa, da hast du mich erwischt gell? Ich habe mir vor ein Paar Wochen den Traum von einer Spiegelreflex-Kamera erfüllt. Als Tochter eines Fotogeschädigten musste es ja doch irgendwann so kommen und natürlich wird damit fleißig rumprobiert.
      Vielen lieben Dank für deine Worte! Zu den Puffärmeln kann ich nur sagen, ich habe geflucht! Puffärmel sind nicht Puffärmel. Meine Güte bis ich damit einigermaßen Zufrieden war. Schwierig. Jetzt mag ich sie sehr.

      Liebe Grüße, Nadine

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  12. ach ja.... die alten bloggerzeiten. das war noch schön. das kommentieren machte noch spaß, weil es echter austausch war. jetzt kommt man ja kaum hinterher und weiß gar nicht mehr, wo man kucken soll bei so vielen plattformen.
    man will ja gar nicht immer sagen "früher war alles besser" aber trotzdem wünsche ich mir die guten alten bloggerzeiten zurück.
    lg einchen

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  13. Nadine, dass hast du toll geschrieben. Mein Mann sagt auch immer zu mir, ich schaue den Fußboden an *g* Denn ich kann auch nicht posen und erst Recht nicht in der Menge stehen.
    Du hast mit deinen Worten wirklich vollkommen recht. Und ja, Bloggen ist ein Hobby und du bist der Boss. :-).
    Eine wunderschöne Lady Bella hast du dir genäht. Ich mag die Kontrastfarbe vom Reißverschluss un Bündchen sehr. Und die Puffärmel sind sehr niedlich. Schön.
    Liebe Grüße, Andrea

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  14. Liebe Nadine!
    Deine Worte sind so treffend! Ich ziehe den Hut vor dir, was du alles tolles auf deinem Blog gezeigt hast! Ich lese gerne hier von dir und finde deine Sweatjacke sehr gelungen!!
    Ich blogge selbst erst seit kurzem. Als Mama habe ich aber schnell gemerkt, dass alles seine Grenzen hat. Das echte Leben steht an erster Stelle und die Zeit online egal ob am Laptop oder Handy fehlt einem letzten Endes im realen Kontakt zu seinen Mitmenschen! Ich finde ein Blog lebt auch von einer wechselnden Präsenz, das zeigt das eben kein Computer regelmäßig ein Update bringt, sondern ein echter Mensch der eben auch mal keine Zeit hat... Dennoch verstehe ich sofort welchen Druck Besucherzahlen und Follower machen! Das ist eines der ersten Dinge die ich selbst beim Bloggen direkt so empfunden habe. Das ist aber nicht eigentlich schade... Ich wünsche dir, dass du es schaffst von dem Druck los zu kommen und einfach als fusseline zu bloggen wie es dir entspricht!
    Ganz liebe Grüße Julia

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  15. Liebe Nadine! Auch mir sprichst du aus der Seele. Ich habe im November '15 meinen Blog gegründet und dass, um mich auf grund eines schweren Verlustes abzulenken! Auch auf Instagram bin ich aktiv und es macht mir großen Spaß! Doch immer und immer muss ich mir newusst den Gedanken hervorrufen, dass ich das ganze nur aus Spaß und als meinen Ausgleich betreibe. Dass es mir einfach Spaß macht, Stoffe auszusuchen, zu kombinieren und dann meine Tochter darin zu sehen :-) und nicht wegen anderen, nicht um die Zahl der Follower zu erhöhen usw. Doch das ist manchmal total schwer... Also Danke für deine Worte! Das bestärkt mich unheimlich!

    Liebe Grüße
    Katrin

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  16. Ich finde, es gibt zwei Sorten von Internet-Leuten:
    1. Die privaten, die über die Dinge bloggen, twittern etc., die sie gerade machen, was sie so denken usw.
    2. Die kommerziellen, die durch den Verkauf ihrer Produkte/Anleitungen oder Werbung Geld verdienen.

    Aber dann gibt es diese Überschneidungen, bei denen man die Dosis im Auge behalten muss. Diese pseudoprivaten Blogs, auf denen Woche für Woche neue Kleidung gezeigt wird, genäht aus dem Stoff XY und nach der Anleitung YZ, die zum Probenähen zur Verfügung gestellt wurden. Wo alle Produkte nur gelobt werden und man sich fragt, wie groß wohl die Kleiderschränke dieser Leute sein müssen. Oder werfen die den Großteil der Sachen anschließend in die Tonne?
    Solche Blogs lösche ich. Die will ich nicht lesen. Das inspiriert mich nicht.

    Ich selbst schreibe komplett privat, was ich mache, was ich mag, was ich nicht mag. Natürlich bin ich neugierig, wie oft das dann gelesen wird und ich freue mich über viele Kommentare oder Follower. Aber nur, weil ich dadurch merke, dass es da draußen noch mehr Leute wie mich gibt. Ich versuche nicht, anhand dieser Zahlen meine zukünftigen Postings zu gestalten, wie es viele andere machen: "Mit einem roten Kleid bekomme ich viel mehr Klicks als sonst? Gut, dann zeige ich mehr rote Kleider..."

    Bleib Du selbst und mach Dein eigenes Ding!

    Liebe Grüße,
    Henriette

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  17. Hallo Nadine,
    da ist dir was wichtiges aufgegangen und ich hoffe, du verdrängst es nicht wieder!
    Das echte Leben wartet nicht - das ist der wichtigste Satz! Durch das ganze Online-Gehampel geht nämlich genau das verloren und je älter du wirst und je länger du das machst kann es dir ganz viel Energie rauben. Und was genau hat man eigentlich davon? Die Frage sollte man sich stellen - und wenn man dann auf den Trichter kommt, dass the real life - die echte Familie, Freunde und Erlebnisse einem viel mehr Energie und Freude geben - dann sollte man sich genau überlegen was und wieviel mache ich!
    Ich rede aus eigener Erfahrung - denn genau in die Falle bin ich gerutscht - ich bin allerdings ein paar Jährchen älter als du :-)
    Schön, dass du dir solche Gedanken machst, es bewahrt dich vielleicht vor vielem!
    Lg Marion

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Über Kommentare freue ich mich immer! Danke :-)

Liebe Grüße, Fusselline