Montag, 12. Dezember 2016

Pastellfarbener Kleinkram


Ich danke euch für die liebe Resonanz auf meinen letzten Post! Sich selbst treu zu bleiben, daran muss man sich einfach immer wieder erinnern.

Ich nähe definitiv weniger als noch zu meiner Schulzeit oder auch während meines freiwilligen sozialen Jahres, aber ich will hier auch nicht mit jeder Kleinigkeit langweilen und die entstehen ja doch überwiegend, weil's schnell gehen muss, weil ein Geschenk gebraucht wird oder eben nicht die Zeit für große Projekte da ist. Aber wenn der Kleinkram schon mal hübsch abgelichtet und die Fotos Blogfertig bearbeitet auf dem Laptop schlummern, dann kann zeig ich euch hier heute doch mal Kleinkram.


Pastelltöne sind ja gerade voll "Inn" und stehen kleinen Mädchen einfach besonders gut. An dem wunderschönen pastellblauen Jersey mit dem warten Millefleur-Muster konnte ich einfach nicht vorbei gehen und so entstand daraus ein niedliches Shirt für meine kleine Feldmaus. Und wo ich schon mal dabei war, bekam sie noch drei Beanie-Mützen, die farblich zu den vorhandenen Schlauchschals passen. So hat sie zu jedem Outfit eine passende Mütze.


Bei der Größenwahl einer Beanie-Mütze ohne Bündchen gehe ich übrigens nie nach den angegebenen Größen! Da stand der Mützenrand bei mir jedes mal von der Stirn ab und die Mütze saß zu locker. Stattdessen vergleiche ich den Kopfumfang mit dem Saummaß des Schnittmusters und nehme die minimal kleinere Größe. Weil der von mir für Beanies verwendete Jersey immer Elasthan enthält und somit dehnbar ist, liegt die fertige Mütze nachher schön am Kopf an.

Liebe Grüße, Nadine


Zutaten
Beanie-Mützen: Bennie-Beanie von Fritzi 
Shirt: Shirt aus der Zwergenverpackung 1 von Farbenmix
Stoffe: aus dem heimischen Stoffladen

Montag, 5. Dezember 2016

Von Zeitmanagement, Prokrastrination, dem Bloggen und meinem neuen Basic-Strickmantel


Zeitmanagement ist nicht wirklich meine Stärke. Das erklärt auch, warum es hier immer mal wieder etwas stiller ist. 

Ich setze meine Prioritäten gerne spontan und aus dem Bauch heraus. Das funktioniert zu Semesterstart noch ganz gut, wird aber mit fortlaufendem Workload eine stressige Angelegenheit. Die guten Tipps und Vorsätze aus dem Zeitmanagement-Workshop, an dem ich freiwillig teilgenommen habe, haben genau zwei Tage gehalten...


 "Prokrastrination" ist sozusagen das schlaue Wort für "Aufschieberei". Und das kann ich. In Perfektion. Weil ich lieber die Sonne genieße, wenn sie schon mal da ist, weil ich lieber die AG für meine Grundschuler vorbereite, die ich noch anbiete, als eine Hausarbeit über Martin Luther zu schreiben, weil man im Advent nunmal Plätzchen backen muss und es jetzt die beste Zeit ist um die Skipisten für sich zu haben,...

Es ist wahrlich nicht einfach alles neben dem Studium unter einen Hut zu bringen. Ich mache einfach zu viele Dinge gerne und alles ist mir auf seine Art wichtig. Mein Blog ist da eben nur ein kleiner Teil von einem großen Ganzen und auch wenn ich indirekt immer ein ganz schlechtes Gewissen habe, wenn es hier so lange still ist, ist er das, was eben ganz hinten ansteht. 




Auf den Rat einer anderen Bloggerin habe ich kurzzeitig GoogleAnalytics ausprobiert und mich dabei furchtbar schlecht gefühlt... Warum soll ich mir auch noch Gedanken machen müssen, was ich wann und wie Poste um damit den größtmöglichen Profit (ich denke dabei an Leserzahlen, Klicks, Kommentare und likes und nicht nur evtl. geldlichen Profit) zu erzielen? 

Ich will doch in aller erster Linie Grundschullehrerin werden - Das muss ich mir einfach immer wieder bewusst machen, wenn ich durch Instagram, Facebook und die Blogs streife und das Gefühl bekomme "nicht gut genug" zu sein. Es ist ok, wenn andere eine Kooperation nach der anderen eingehen, es täglich an die Nähmaschine schaffen und fast in Echtzeit tolle Bilder präsentieren und dabei noch hier und dorthin reisen, dies und jenes erleben und vielleicht sogar noch vom Bloggen leben können. Mein Ziel ist es, vor einer quirligen Schulklasse zu stehen, mit ihnen die Welt verstehen zu lernen und glücklich zu sein. Ich will von meinem Blog nicht leben, nicht "reich und berühmt" werden... Dann sollte ich doch nicht mal mir selbst Rechenschaft schulden.

Alles nicht so einfach.


Nun aber endlich zu dem, was ihr zwischen den Zeilen schon sehen konntet. Ich habe es endlich geschafft, den Basic-Strickmantel von Ki-ba-doo aus der Feder von unserer Frau Liebstes zu nähen. Der Schnitt löste schon bei der Vorstellung in ihrem Blog ein absolutes "Haben-wollen-Gefühl" bei mir aus, aber ich bin einfach kein Fan von Ebook-Kleberei... Auf dem letzten Stoffmarkt hier im Ort, fand ich dann den Papierschnitt davon, kaufte direkt Stoff und nähte ihn in einem kleinen Zeitfenster schnell zusammen. Er ist nämlich wirklich - wie es sich für einen Basic-Schnitt gehört - fix genäht. Mit seinen überlangen Ärmeln und den eingearbeitet Taschen in denen die Hände verschwinden können und evtl. noch einem zusätzlichen Monsterschal lässt sich damit auch ein langer Unitag erträglich machen.

Darunter trage ich ein Lady Pepe Shirt genäht nach Mialuna ohne Schulter-Einsätze aus meinem Amsterdamer Stoff-Souvenier. Den fand ich während meines Kurztrips in einem der seitlich angesiedelten Stoffläden auf dem Albert Cuyp-Markt. Dieser Ort ist ein kleines Paradies für alle, die während ihres Amsterdam-Besuchs auch Stoff shoppen wollen. An welchem anderen Ort findet man so viele Möglichkeiten für den Stoffeinkauf an einer einzigen Straße?


Ich liebe meinen Strickmantel total, denn die große Kapuze kann man sich notfalls auch mal wie eine Bettdecke über den Kopf ziehen, wenn man zu viel prokrastriniert hat und man alle Verpflichtungen wie eine große Welle auf sich zurollen sieht ;-)

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Mantel Schnitt: Basic-Strickmantel von Ki-ba-doo, Gr. 34
Mantel Stoff: aus dem heimischen Stoffladen, leider habe ich keine Bezeichnung der Stoffart parat
Shirt Schnitt: Lady Pepe von mialuna, Gr. 34
Shirt Stoff: Mitgebracht aus dem Holland-Urlaub

Mittwoch, 16. November 2016

Wikinger-Power!


Man, man, man... was ist das für ein Wetter, äh Licht da draußen... Da weint doch das Herz eines jeden, der mit der Fotografie zu tun hat. Denn ich würde hier viel lieber endlich meinen neuen kuscheligen Strickmantel zeigen, mit dem ich mich gerade auf dem Sofa eingekuschelt habe, während draußen feiner Nieselregen vom Wind gepeischt gegen die Scheiben schlägt. 

Stattdessen gibts also mal wieder eine Kinder-Kombi von der Festplatte. Die entstehen hier immer irgendwie schwunghaft. Habe ich der einen etwas genäht, bekommt der andere auch etwas und beim Schnitte wühlen fallen mir die nächsten "musst du mal wieder nähen" in die Hände.



Die Wikinger-Kombi habe ich für eine liebe Bekannte genäht, die ich vor Jahren über Farbenmix kennen gelernt habe. "Meine Großfamilie", sage ich gerne, denn ein Besuch bei Sandra, ist für mich immer irgendwie wie nach Hause kommen. Leider sitzt Sandra inzwischen viel zu selten an ihren Nähmaschinen, denn wenn sie die dann doch mal hervor holt, dann schlackert man wirklich mit den Ohren. Sandra ist die Frau für Großprojekte ;-)

Für Sandras Jüngsten hatte ich schon vor längerem eine Leinen-Knickerbocker versprochen. Den Schnitt hatte ich mir ursprünglich für meinen Mittwochs-Boy gebastelt, gefiel Sandra aber auch so sehr. Einzelteile kann ich nur leider wirklich schlecht, daher sprang noch ein Neo-Pulli bei rum. Der Schnitt ist schon ein wenig älter und auch nicht mal eben genäht, ich mag ihn aber immer noch sehr, denn mit den Patches und Einsätzen bekommt das Shirt so richtig pepp und wird zu etwas ganz besonderem im Kleiderschrank.



Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Pulli: Neo von Ki-ba-doo
Stoff: Wikinger von Lillestoff
Hose: Eigener Schnitt
Stoff: Lisas Stoffe Rheda

Freitag, 11. November 2016

Design Gipfel Bielefeld

Zwischen den Zeichnungen und allen anderen Artikeln kleinerer Labels am Stand von ALVAs HAUS konnte man sich kaum entscheiden.
"Bielefeld? Das gibt es doch gar nicht!", wenn ich einen Satz als Studentin dieser Stadt nicht mehr hören kann, dann ist es dieser. Wenn es Bielefeld nicht geben würde, sähe die Weihnachtsbäckerei in der Welt sicher anders aus. Schließlich ist Bielefeld Hauptsitz von Dr. Oetker und wird deshalb auch liebevoll "Puddingtown" genannt.

Bielefeld ist Ostwestfalens Großstadt und kann in Punkto Lebensqualität mit manch größerer Stadt mithalten, so vielfältig sind die Umgebung, die Freizeitmöglichkeiten und das kulturelle Angebot.  

Ein Magnet für alle Designliebhaber war am vergangenen Wochenende der Design Gipfel, der für mich schon lange vorher als Pflichttermin im Kalender stand.

Pfefferstreuer von KITSCHCANMAKEYOURICH
Holz-Bilder von Anja Hudepohl
Ich durfte den Designgipfel diesmal als Bloggerin besuchen und für alle die nicht mit dabei waren, ein bisschen Mäuschen spielen. 

Was ich am Designgipfel so mag ist seine riesige Bandbreite besonderer Aussteller. Mit einigen bin ich ins Gespräch gekommen und möchte euch etwas mehr über sie erzählen.


Montag, 31. Oktober 2016

Einigkeit, Recht und Flamingos


 Ich habe das große Glück (oder Unglück, wie man es nimmt), jedes mal auf dem Weg zur Uni an unserem Stoffladen vorbei zu kommen. Genauer gesagt befindet er sich direkt gegenüber vom Bahnhof. Tja und da die Bahn nicht gerade für ihre Pünktlichkeit bekannt ist... Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie ich längere Wartezeiten überbrücke - Genau, mit Stöbern im Stoffladen ;-)

Bei so einem unplanmäßigen Stoffladen-Besuch entdeckte ich auch den coolen Flamingo-Sweat. Cool fanden ihn jedenfalls das Lieblingsmädchen und ich. Frau Nachbarin war da schon skeptischer, ob Madame ihn nachher wirklich toll finden würde.


Der Stoff wurde gekauft, auf dem Lillestofffestival zig mal bewundert und in enger Rücksprache mit meinem großen Lieblingsmädchen nach ihren Wünschen genäht. Taschen und Kordeln wie meine Hoodies sollte er haben. Da kamen die bunten Ösen von Snaply gerade richtig! Ist das passende Werkzeug vorhanden, lassen sie sich super einfach anbringen und peppen jedes Teil nochmal zusätzlich auf.

Die Kordel ist aus Sicherheitsgründen nicht durchgängig, sondern einmal durchgeschnitten und mit einem groben Zickzack-Stich wieder miteinander verbunden worden. So sollte sie im Fall der Fälle nachgeben.



Der Pulli basiert auf dem "all time favourit"-Schnitt der Nachbarskinder, dem Herzbuben von Fred vonSoho. Allerdings wird in den größeren Größen deutlich, dass der Schnitt eben eher für "Buben" gedacht ist. Hätte ich die Kaufgröße vom Lieblingsmädchen gewählt, wäre er ihr viel zu weit geworden - Merke: Maßtabellen sind wichtig!

Ich habe ihre Maßen verglichen, zwei Größen kleiner gewählt und die Längen entsprechend angepasst.


Was soll ich sagen... Frau Nachbarin mag den Flamingo-Pulli ihrer Tochter immer noch nicht, die ihn aber umso mehr - Ha!

Liebe Grüße, Nadine

Schnitt Hoodie: Herzbube von Fred vonSoho (Anpassungen siehe Text)
Stoffe: gekauft bei Lisas Stoffe in Rheda
Lederdetails: SnapPap von Snaply
Ösen: wurden mir von Snaply zur Verfügung gestellt

Freitag, 28. Oktober 2016

Herzbube mit ganz viel Katerliebe


Ich nähe wahnsinnig gerne für unsere Nachbarskinder. Ihre Freude darüber und meine Werke getragen zu sehen macht mich immer wieder glücklich. 

Mit der Einschulung des Räubers in diesem Jahr dachte ich, wäre die Zeit, in der ich ihn benähen darf, vorbei... Er ist wirklich groß, frech und sowas von kess geworden. Dabei wollte ihn das Lieblingsmädchen doch gestern erst zurückgeben... Aber nein, ich habe sogar das Gefühl, er weiß das von mir genähte jetzt sogar richtig zu schätzen.


Ich glaube das Wichtigste ist, den Kindern (gerade den älteren) zuzuhören, ihre Wünsche aufzugreifen und dabei auch mal gegen die eigenen Prinzipien zu agieren. So ein Hoodie ist sicher nicht das spektakulärste, dass ich hier präsentiert habe, aber genau DEN wollte der Räuber haben.

Alle Stoffe hat er sich im Stoffladen selber ausgesucht und ich hatte eine strikte Anweisung, wie ich ihn nähen sollte. KATER-Pfötchen für Kapuze und Ärmel, der Rest nur grau und vorne eine dicke Pfote drauf. Schließlich liebt der Räuber seine beiden Kater.


"Ooooah, mein Pulli!", entgegnete mir der Räuber bei der Übergabe. Zog ihn direkt an und so schnell auch nicht mehr aus.

Und Nüsse kann man damit auch prima sammeln...


Liebe Grüße, Nadine

Schnitt Hoodie: Herzbube von Fred vonSoho (Gr. 128)
Stoffe: gekauft bei Lisas Stoffe in Rheda
Pfoten-Appli: Selbst gezeichnet

Sonntag, 16. Oktober 2016

Rosa, pink, lila, gold und silber! Oder dürfen Drachenmützen aus Einhorn-Stoff genäht werden?


Dies ist wahrscheinlich der zügigste Blogpost überhaupt, aber diese "Bestellung" verlangte förmlich danach...

Gestern Abend war mal wieder "Nadine-Abend". Meine kleine Freundin öffnet mir euphorisch die Tür, ich nehme sie wie ein kleines Baby auf die Arme und zusammen werfen wir uns auf die Couch. Kichernd berichtet sie mir von ihrem Tag bei ihrer Kindergartenfreundin. Sie kriegt sich gar nicht mehr ein. Alles sprudelt so aus ihr heraus. 

Dann: "Nadine? Ich möchte auch so eine Dinomütze wie mein Bruder!" (Die bekam er von mir zum Geburtstag) - "Wirklich? Auch mit Dinozacken und so?", frage ich ungläubig (neben mir auf der Couch sitzt eine kleine Pferde-/ Einhorn-Prinzessin) - "Ja!" - "Und wie soll die aussehen?", hacke ich nach und schaue sie gespannt an - "ROSA, PINK, LILA, GOLD und SILBER!", zählt sie hochkonzentriert auf.


Ich bringe später mein liebes großes Mädchen ins Bett und verspreche, mal nach passendem Stoff zu schauen. "Mal"... ist klar. Kaum bin ich wieder Zuhause, hocke ich mitten im eh schon total chaotischen Nähzimmer (hach, ich liebe das so) und schiebe Stoffe hin und her. Lila gehört so überhaupt gar nicht zu meinen Farben und daher finde ich nur den wunderschönen Leni´s Dream-Jersey von Hamburgerliebe in meinem Regal. 

Ich schicke eine whatsapp an die Mama der Großen: "Darf eine Dinomütze ein Einhorn-Stirnband haben?" und bekomme promt Antwort: "Aber unbedingt!". Lila-Fleece müsste man haben... Zwischen meinen Anfangswerken finde ich tatsächlich einen (furchtbar genähten) Pulli aus lila Fleece, der nie getragen werden konnte und zerschneide ihn kurzerhand. Der alte Herr schaut noch kurz im Nähzimmer vorbei und zuppelt den puff-pinken Micro-Plüsch aus dem Regal. "Ich wollte eigentlich kein Schwein schlachten", gebe ich ihm darauf zu verstehen. 

Das passt aber doch ziemlich cool zusammen. Ich schlachte das Schwein also doch und sorge für sehr kuschelige Ohren. Rosa-rote Ringel geben die perfekten Zacken und es findet sich tatsächlich noch etwas goldenes Kunstleder. Silber wurde dann schon schwieriger, denn ich wollte die Einhörner auch nicht mit Reflexband übernähen. Wie der Zufall es so wollte, fand ich in der Schublade aber noch ein Stück Reflexpaspel, das gerade noch so für den Stirnbereich reichte.



Zu der Mütze sollte aber auch die passende Halssocke nicht fehlen, die ich dann auch noch eben unter der Maschine durchjagte. 

Heute Morgen konnte ich dann schon ein schnelles Foto rüber schicken. Kommentiert mit: "Rosa, pink, lila, gold und silber!". Ich bekam die niedlichste Whatsapp-Antwort ever zurück - Ein Video von meiner Großen, die zum Ende sagt "SO wollte ich das haben!".

Hach, ist das schön.

Liebe Grüße, Nadine

Drachenmütze: Mult-Mützen-Ebook von Farbenmix
Halssocke: Freebie von Olilu

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Von Stoffklammern und Lunchbags


Stoffklammern... pffft. "Wofür braucht man die?", dachte ich immer. Trotz einiger Zwischenfälle bei denen mein Nagelbet den spitzen Metalldingern nicht stand hielt, gehöre ich eigentlich zu den Steckern. Auch nach sechs Jahren stecke ich noch jedes Bündchen. Jetzt blutet es auch nicht mehr so schnell und außerdem lassen sich Stecknadeln viel besser im ganzen Haus verteilen - Barfußlaufen auf eigene Gefahr, versteht sich.

Aber irgendwas tolles muss an diesen Klammern ja toll sein, wenn sie die Stecknadeln mehr und mehr aus den Nähzimmern vertreiben. So bekam ich zum schon im Juni gezeigten Stoff von Snaply auch noch ein paar "Wonder Clips", um mich selbst von ihnen überzeugen zu können.


Mich als wirklich eingefleischten Stecknadel-Fan von meinem gewohnten Griff zum Nadelmagneten abzubringen, sollte wirklich nicht leicht sein. Ich bin ein Pingel und einmal gut gesteckt, ist fast schon ordentlich genäht - Wenn man denn stecken kann!

Seit ich für meine Nähmädels Lunchbags genäht habe, weiß ich, mit welchem Geschenk ich lieben Menschen eine Freude machen kann und auch, wie toll die Erfindung dieser Stoffklammern war. Mandy (Stylinchen) fand die Lunchbags nämlich auch ganz toll. Sowas merke ich mir gerne und so bekam sie als Dankeschön für die erneute Gastfreundschaft während des Lillestofffestivals ebenfalls eine hübsche Verpackung für ihre MAHLZEIT.


Die Lunchbags fertige ich nach dem kostenlosen Tutorial von Pattydoo, die durch die abgenähten Kanten nicht nur viel plastischer wirken, sondern auch stabiler werden. 

Stabil... da wären wir auch schon beim Stichwort. Das ist nämlich dieses Sandwich von Stofflagen, das abgenäht werden soll und gebändigt werden muss. Stecknadeln sind da nicht nur unhandlich anzubringen, sondern danach auch Ausschuss (weil krumm).
Das war die Chance für die kritisch beäugten Stoffklammern. Stoff wie gewünscht falzen, Clip dran, nähen - Einfach und so genial. Keine abgebrochenen Finger und verbogene Nadeln mehr!


Für solche Projekte haben mich die Clips total überzeugt, aber ob sie meine Stecknadeln irgendwann gänzlich vertreiben werden? Ich bin ja mal gespannt. 

Welcher Typ seid ihr? Klammern oder Stecknadeln?

Liebe Grüße, Nadine

Stoffklammern: Wonder Clips von Snaply (Wurden mir von Snaply zur Verfügung gestellt)
Webbänder: Farbenmix

Sonntag, 9. Oktober 2016

Auf dem Weg zum Traumberuf mit Lady Grace und Lady Pepe


Ich habe wohl wirklich blau gemacht... Sowohl in Blog-Pflege als auch bei meinem neuen Outfit. Ich könnte euch jetzt erzählen wie viel die umgangssprachliche Bezeichnung  "Semesterferien" mit dem Begriff von "Ferien" zu tun hat, aber dann dürfte ich wohl kaum etwas neues genähtes zeigen... Naja, alles eine Sache des schlechten Gewissens. Nach einem Jahr als Studentin hat man gelernt, damit zu leben.


Überhaupt hat dieses Jahr verdammt viel mit mir gemacht. Ich bin rein gewachsen in diesen neuen Lebensabschnitt, in den Campus, der mir anfangs viel zu groß für mich schien und eine Mentalität, die als "Studenten-Bett-Paradoxon" bezeichnet wird.
Schleppte man sich im ersten Semester noch in jede noch so langweilige, doofe Vorlesung wurde im zweiten Semester schon doll abgewogen, zwischen der Mütze Schlaf mehr und der Smartphone-Strapazierung weniger. 

Was hatte ich noch für utopische Vorstellungen vom Studentenleben... Statt Vintage-Klamotten ziehe ich morgens am liebsten einen kuscheligen Hoodie aus dem Schrank, da es in den Hörsäälen einfach irgendwie immer kalt ist und auch das Teekochen passt selten in den Zeitplan. Kaffee mag ich nach wie vor nicht. Stattdessen gibt es morgens aber ein obligatorisches "Ditsch" (gemeint sind die Brezel von Ditsch) am Bahnhof. Appropos Bahnhof... Wenn der Zug um x:58 Uhr abfährt und die Zeitanzeige in der S-Bahn noch auf x:56 Uhr umspringt - Im Sprint bin ich inzwischen 1A.


Dazwischen wurde im Hexadezimalsystem gerechnet und Induktionsbeweise geführt, mit Fred geforscht, die IPA-Tabelle gepaukt, über den Zusammenhang der Geometrie und dem Nil geschmunzelt, über unfähige Professoren gelästert, viele viele (Kinder-)Bücher gelesen, Literatur gewälzt, verloren und dann mehr Glück als Verstand gehabt (Merke: Uni-Bücher niemals im Zug vergessen!). Das drum herum kam natürlich auch nicht zu kurz und so wurden neue Freundschaften geschlossen, WGs eingeweiht und selbstverständlich auch gefeiert. 

Doch, ich muss zugeben, dass ich mit meinem eingeschlagenen Weg sehr zufrieden bin. Nicht zuletzt, weil ich weiß wo ich hin will - Zurück in die Schule, aber auf die andere Seite des Klassenzimmers. Egal wie viele Nerven mich der Weg kostet. 


Der kleine Zettel ist für mich ein großer Schatz. Ich bekam ihn während meinem letzten Praktikum von einem Schüler zugesteckt. Kann es einen größeren Ansporn geben?


Dunkelblau ist, was meinen Kleiderschrank angeht, ohne Zweifel meine Lieblingsfarbe.
Schon lange wollte ich mir den Sweatblazer Lady Grace von mialuna nähen. Der Stoff dafür lag schon seit Erscheinungstermin des Schnittes in meinem Regal. Für das Lillestofffestival hatte ich mir den Blazer endlich zugeschnitten, zwischen all den lieben Gesprächen aber nicht geschafft. Das holte ich vergangene Woche Zuhause nach. Es sieht wirklich viel schwieriger aus als es ist. Natürlich nicht in zwei Stunden genäht, aber hier zahlt sich akkurates Arbeiten aus. Nächstes mal werde ich mir den Blazer allerdings länger zuschneiden.

Zum Blazer habe ich mir das Shirt Lady Grace ebenfalls von mialuna genäht. Der Schnitt sitzt einfach klasse! Lediglich den Ausschnitt habe ich etwas weiter zugeschnitten und das Shirt, wie in der Anleitung vorgeschlagen, ohne Schulterteilung genäht.

Liebe Grüße, Nadine

Blazer: Lady Grace von mialuna
Shirt: Lady Pepe von mialuna
Stoffe: Lisa´s Stoffe Rheda

Freitag, 23. September 2016

Mit der Kamera im Rucksack unterwegs auf Hiddensee

Liebe zum Detail
Heute geht es mal weniger ums nähen, sondern ums Fotografieren. Genauer gesagt, um das Fotografieren unterwegs!

Was nutzt die beste Kamera und das teuerste Objektiv, wenn diese Dinge gehegt und gepflegt Zuhause versauern? Gar nichts. Also muss das Equipment so verstaut und transportiert werden können, dass es gerne mitgenommen wird.

Romantisches Hiddensee kurz vor dem Sonnenuntergang in Kloster
Es sind die kleinen Dinge, die etwas besonders machen.
Schöne Fototaschen oder gar Rucksäcke sind in den Fachgeschäften aber leider eine Seltenheit. Es gibt entweder schwarz, oder schwarz und schon gar nichts cooles. Aus diesem Grund habe ich meine Fototaschen bisher selber genäht. Manch einer erinnert sich noch an meine Fotobella-Kameratasche nach dem Ebook von Jolijou und Farbenmix. 

Für meine kleine, leichte Systemkamera war das auch in Ordnung, aber mit dem Umstieg auf eine große Spiegelreflexkamera mit Vollformat-Sensor musste etwas anderes her. Am liebsten ein Rucksack. Schließlich wiegt allein mein kleines Equipment mit Body, Batteriegriff und Festbrennweite stolze 2 Kilogramm!

Abendliche Wanderung entlang des Hochuferweges mit Blick auf den Strand von Kloster
Blühender Dünenweg zwischen Vitte und Kloster
Nach langer Suche im Netz staß ich auf den Onlineshop Designstraps
Dahinter stehen zwei starke Frauen mit einer großen Liebe für besonderes Fotozubehör. Beim Stöbern durch das wirklich breite und stilvolle Sortiment der beiden, entdeckte ich den GETAWAY KAMPE OCEAN BLUE (*Ab Mitte Oktober wieder erhältlich*). Ein Kamerarucksack der Marke ZKIN. 

Ich verliebte mich wirklich schlagartig in dieses Modell. DER, nur DER und KEIN ANDERER sollte es sein.

Der weltwunderschönste Kamerarucksack
Dann fiel der Blick auf den Preis... Machen wir uns nichts vor, eine ordentliche Summe. Ich machte mir ein Bildschirmfoto und schloss das Browserfenster. Wochen und Monate vergingen, aber dieser Rucksack ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ständig und immer wieder schaute ich mir das Foto an und erzählte allen schmachtend von diesem Rucksack.

Und wisst ihr, wenn einem über einen so langen Zeitraum etwas nicht mehr aus dem Kopf geht, dann ist es das einzig Richtige. Etwas anderes zu kaufen, wäre zwei mal gekauft. 

Die super praktische seitliche Eingriffstasche: "Hol mal eben die Wasserflasche hinten raus!"
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich mich über das Paket mit meinem Traumrucksack gefreut habe! In seinem tollen dunkelblau und mit den stilvollen Lederdetails... Optisch einfach 100% Ich und durchdacht bis ins letzte Detail.

Ein für die Kaufentscheidung maßgeblich entscheidendes Detail ist das vom Rückenpolster her zugängliche und gut gepolsterte Kamerafach. Keine panische Angst mehr bei Städtetrips und großen Menschenmengen. Da kommt so leicht niemand ran (und auch das Aufschlitzen würde etwas schwieriger werden, da sich unter dem Fach noch das Fach mit dem Regenschutz versteckt).

Kamerafach im Rückenpolster, seitliche Stativschlaufe, stilvolle Lederdetails
Allerdings muss man bei diesem Rucksack auch erstmal darauf kommen, dass es sich um einen Kamerarucksack mit teurem Inhalt handelt!

Er ist nicht zu groß und nicht zu klein. In das Kamerafach passen eine Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera mit Objektiv und ein weiteres Objektiv. Wie man sich das Fach einteilt, bleibt durch die individuell anpassbaren Trennwände jedem selbst überlassen. Meine Kamera liegt mit dem Display auf dem Rucksackboden und so würden bei mir auch fast noch 2 zusätzliche Objektive reinpassen, obwohl meine Kamera schon ein kleines Monstrum ist.

Der Leuchtturm Dornbusch mal aus einer anderen Perspektive
Am Wegesrand
Während unseres Urlaubes auf Hiddensee, war der Rucksack IMMER und bei jedem Wetter mit dabei. Von schönstem Sommerwetter bis zum vorzeitigen Herbst mit Wolkenbruch (ein Hoch auf den integrierten Regenschutz!) trotzten wir allem.

Stürmisches Wetter, mystisches Licht an der Hucke
Mit einem Friesennerz und regengeschützten Kamerarucksack gibt es kein schlechtes Wetter
Da oberhalb des Kamerafaches im Rucksack noch ordentlich Platz ist, hatten wir nur diesen einen Rucksack dabei, in den neben der Kamera dann auch noch das für den Tag nötige Proviant, nebst kleinem Handtuch, passte. Trotz dem dann nicht mehr so geringen Gewichtes, konnte ich den Rucksack dank Brustgurt den ganzen Tag selbst und bequem tragen. Stolzes lächeln bei so einem schönen Rückenverzierer inbegriffen.

Die Trennung zum Kamerafach kann auch herausgenommen werden! So hätte man einen normalen Rucksack. Aber es geht ja um die Kamera unterwegs.

Lieblingsplatz: Großer Inselblick
Fisch mit Brötchen im Hafen von Kloster
Wir waren viel unterwegs, richtig viel unterwegs. Wandern, bei Steigungen von fast 40 Grad manchmal auch ein bisschen klettern, Radfahren, Muscheln, Donnerkeile und Bernsteine suchen (diesmal keine Bernsteine gefunden) und nahmen nicht nur Erinnerungen mit, sondern auch die Bilder dazu.

Steilküste in der Nähe des Swantiberges im Hochland mit Blick auf Rügen
Hochuferweg Richtung Klausner-Treppe und Gaststätte
Abendlicher Strandsparziergang mit dem Bärenkind
 Wisst ihr, was ich im Nachhinein überlegt habe? Wären all diese traumhaften, bildlichen Erinnerungen an einen wundervollen Urlaub entstanden, hätte ich die Kamera in der klobigen, hässlichen, schwarzen Kameratasche vom alten Herrn dabei gehabt? - NEIN! 

Ich hätte die Kamera vielleicht einen Tag lang mitgeschlürrt, dann Rückenschmerzen von der seitlichen Belastung bekommen, wäre das baumelnde Etwas an mir Leid gewesen und hätte nur noch mit dem Handy geknipst, obwohl ich eine so geile Kamera habe.

Idyllische und einzigartige Dünenheide
Und genau an diesem Punkt relativiert sich für mich der hohe Preis! 

Diese Bilder bedeuten mir so viel und lassen mich (zumindest gedanklich) bei jedem Anblick zurück auf meine Lieblingsinsel reisen. Diesen Wert, kann ich in Geld gar nicht ausdrücken.

Muscheln suchen am Strand und mein Kamerarucksack ist Immer mit dabei!
Ich nutze meine Kamera nun viel mehr als vorher, tauche mehr und mehr in die Fotografie ein und entwickle eine enorme Freude daran, Momente einzufangen und sie damit zu konservieren. Meinen ZKIN-Kamerarucksack von Designstraps trage wirklich voller Stolz und nehme ihn schon deshalb immer und überall gern mit hin. Wer denkt mit so einem schönen Rucksack auf dem Rücken schon an das Gewicht auf den Schultern?!


Strandfund
Ich hoffe, ich habe euch verdeutlichen können, warum bei der Fotoausrüstung nicht nur an das technische Equipment gedacht werden sollte, sondern auch an das ansprechende Funktionale. Denn nur dann ist die Kamera auch dabei, wenn der Auslöser gedrückt werden könnte.

Habt ihr jetzt auch Lust bekommen, mit eurer Kamera loszuziehen? Vielleicht sogar auf unsere Lieblingsinsel Hiddensee? Dann schaut euch mal bei Designstraps um! In meinen Augen hält das Sortiment würdige Alternativen zum Selbernähen bereit. 

Liebe Grüße, Nadine


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Für das Verfassen dieser Review ist mir Designstraps entgegen gekommen. Dennoch ist der Betrag nicht so groß gewesen, als dass ich etwas anderes als meine tiefste Überzeugung schreiben würde (würde ich sowieso nicht) und es die Zeit, die mich dieser Post gekostet hat, rechtfertigt. Ich freue mich jeden Tag über meinen Rucksack und die Zeit mit meiner Kamera und hoffe, der ein oder andere wird sich über den Tipp und die schönen Impressionen freuen.