Sonntag, 28. Dezember 2014

Die Studentin von morgen


Ich gebe ja zu, so langsam freue ich mich auf das Studentendasein. Die wohl größte Veränderung die 2015 bringen wird. 
In meinem ziemlich Klischee behafteten Bild einer Studentin trage ich dann Vintage-Klamotten und Retro-Umhängetaschen und verlasse das Haus morgens nie ohne Kaffee-to-go. Okay, vielleicht auch ein Tee-to-go. Das Leben wäre doch so viel einfacher, wenn ich doch nur Kaffee mögen würde... aber so oft ich ihn auch probiere, selbst Papas "Den mag jeder Kaffee" kann meinen Geschmackssinn noch nicht überzeugen. Bleib ich halt noch ein bisschen beim "Prinzessin Lillifee"-Tee. Ein bisschen rosa-glitzer-Trunk ist immer gut.


Vor Weihnachten habe ich mir noch ein zweites Toni-Kleid von Milchmonster genäht. In einem schlichten rauchblau. Ich mag es sogar noch ein bisschen lieber als das dunkelblaue Punkte-Kleid. Zusammen mit meinem Lieblingsschal und einer Tasche im Retro Stil komme ich meiner Vorstellung schon ziemlich nahe. Der Kaffee to go - Becher darf da natürlich nicht fehlen... hihi. Bei Temperaturen von -5°C ohne Jacke auch gut zum dran festhalten *brrrrr*


Jetzt mal zu DER Tasche. Da hab ich euch lange auf die Folter gespannt, was? Okay, hier kommt sie noch mal im Detail:


Der Schnitt heißt "Alvas Täschle" und ist von Tante Anton ehemals Lenilinchen. Als ich eine von ihr genähte Alva bei Facebook gesehen habe, schrie es in meinem Kopf sofort nach einer kultigen Retro-Tasche. Das stilvolle Design und die Verabeitung mit dem Mappenschloss haben es mir dabei sofort angetan. Einfach mal was anderes!

Ich habe die Vorderseite etwas verändert. In meinen Augen musste hinter die Einstecktasche noch ein Einschubfach statt hier einfach einen Streifen anzunähen. So macht der Mappenverschluss in meinen Augen mehr Sinn, da er so auch das Einschubfach mit schließt. 


Der Schnitt ist etwas aufwändiger und durch die hinzugefügte Einschubtasche hatte ich zwischenzeitlich ein dutzend Lagen Stoff und Vlieseline unter der Maschine. Bei den Paspeln habe ich angesichts der Materialmenge über und unter der Paspel ganz schön geflucht, aber letztendlich ist sie ja fertig geworden. Ein Glück das meine robuste Bernina das alles mitmacht!

Das wunderschönen Retro-Stöffchen habe ich wochenlang im Stoffladen gestreichelt. Aber es liegt so viel Stoff in meinen Regalen, dass ich nicht noch mehr anhäufen wollte ohne zu wissen was daraus werden soll. "Alvas Täschle" rief quasi nach diesem Stoff oder der Stoff nach "Alvas Täschle"?


Klischee hin oder her, ich freue mich auf das was 2015 bringt (Nur die Sache mit der 20 könnten wir ausfallen lassen)!

Vielleicht schreibe ich für Silvester noch einen Blog-Jahresrücklblick, falls nicht bedanke ich mich schon jetzt für ein tolles viertes Blog-Jahr, eure vielen Besuche und Kommentare und wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr :-)

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Mütze: frei Schnauze selbstgehäkelte Kurzbeanie
Schal: Zara
Kleid: Toni von Milchmonster
Leggings: Thermoleggings vom Kaffeeröster
Tasche: Alvas Täschle von Tante Anton

Sonntag, 21. Dezember 2014

Weihnachtspost


Dezemberregen

Ein Blick aus dem Fenster:
Trostloses Grau.
Fröstelnd wende ich mich ab.
Die Kälte weicht.
Im Schein der flackernden Kerzen
schenkt mir
mein Weihnachtsengel
sein warmes Lächeln.

(Anita Menger)


Habt ihr schon alle Geschenke beisammen? Den Baum geschmückt? Die letzte Weihnachtspost verschickt? Obwohl ich unsere Weihnachtsdeko schon Mitte November aus dem Keller geholt habe und in diesem Jahr eigentlich mal früher fertig sein wollte, ist noch kein Geschenk wirklich fertig... Der Baum ist nur zur Hälfte, die in den Raum steht, geschmückt (Was fand ich als Kind daran eigentlich so toll?!) und die Weihnachtspost blieb auch liegen. What ever, hab ich mir gesagt, lass uns die Weihnachtszeit genießen anstatt hindurch zu hetzten. Ich habe mir Zeit genommen für Plätzchenbacken, für Weihnachtsmarkt und Schlittschuhlaufen. Wir haben zig mal mitgefiebert wie Aschenbrödel zu ihrem Prinzen kommt und dabei ebenso viele Plätzchen vernascht.


In der Schule dudelte Tag für Tag Rolf Zuckowskis "Weihnachtsbäckerei" vor sich hin und schmetterten wir den Schul-Weihnachtsklassiker "Frohe Weihnacht, Merry Christmas". Heimlichkeit lag in der Luft. Die Eltern mussten fortan anklopfen, denn in der Gruppe wurde fleißig gewerkelt. Nichts wurde verraten, darin waren alle hartnäckig. Es war so schön, wie sich alle auf Weihnachten freuten. Was macht wohl die Schildkröte an Weihnachten? Feiern überhaupt alle Weihnachten? Wir bastelten süße Kekshäuser mit Zuckerguss und Gummitierchen, schnitten und klebten Schneeflocken a la "Mädchenkram" und versuchten bei dem verregneten Wetter keinen Gruppenraum-Koller zu bekommen. Die Weihnachtszeit wird wohl eine der schönsten Erinnerungen meiner FSJ-Zeit werden.


Erinnert ihr euch an Claudis Weihnachtspost und ihrem Beitrag zum Lila-Lotta Adventskalender im letzten Jahr? Sie hatte mit einem tollen Making-off Video gezeigt, wie sie süße Engelchen-Bilder gemacht hat. Allein die Musik in dem Video... hachz. Das wollte ich auch unbedingt mit dem Lieblingsmädchen versuchen. Also fragte ich vorsichtig nach, zeigte das Video und versuchte die Erwartungen niedrig zu halten. Meine Fotoausstattung ist zwar fortschrittlich, aber doch überschaubar. Das Lieblingsmädchen war natürlich Feuer und Flamme! Das Nähzimmer verwandelte sich in ein kleines Fotostudio. Es begann ein kleiner Kampf mit den Lichtverhältnissen trotz schönem Wetter, der ISO-Empfindlichkeit und dem Teleobjektiv um ein wenig Bokeh-Effekt zu erzielen, aber nach den ersten zehn, fünfzehn Bildern hatten wir die ersten Erfolge auf der Speicherkarte. Und wir riesigen Spaß! Da machte es auch nichts, dass das Nähzimmer danach einem Schlachtfeld glich.

Ich wünsche all meinen Lesern einen schönen 4. Adven und ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Genießt die ruhigen Stunden, schlemmt euch durch die Feiertage und lasst euch nicht zu sehr stressen!

Liebe Grüße, Nadine

Samstag, 13. Dezember 2014

Label Liebe

Jedes mal, wenn es an die Vollendung eines neuen Werkes geht, greife ich in meine kleine rosafarbene Fliegenpilz-Blechdose und zupfe mir ein kleines rotes Label heraus. Das "finish" eines jeden von mir genähten Stückes.


Neuerdings mache ich das besonders gerne. 
Nachdem von meiner ersten Label-Bestellung (300 Stück) vor knapp drei Jahren nur noch fünf in der kleinen Dose lagen, mussten dringend neue her. Krass - Denn das  heißt ja auch, dass ich in den letzten drei Jahren über 300 Dinge genäht haben muss! Dabei haben viele für mich selber genähte Kleidungsstücke gar kein Label... Eigentlich habe ich darauf schon gewartet. Meine ersten Label waren mir inzwischen zu verspielt und das "Made by..." verleitete dazu, das ganze Englisch auszusprechen. Ich wollte nun etwas schlichtes, etwas schickes und nicht zu aufdringliches. 

Fündig geworden bin ich schließlich bei "Alles für Selbermacher". Nur zwei Wochen später, und ich hatte längst noch nicht mit ihnen gerechnet, hielt ich die schönsten Label der Welt in meinen Händen!
Schlicht und einfach zum Einnähen in die Seitennaht, zaubern sie mir jedes mal aufs neue ein stolzes Lächeln ins Gesicht.

Liebe Grüße, Nadine

Nicht das es zu Missverständnissen kommt: Dieser Post ist nicht gesponsert! Ich habe die Labels ganz normal bestellt und bezahlt ;-)

Dienstag, 9. Dezember 2014

Kleid-Dings


Zeit für was neues! Seit neuestem trage ich Kleid! 
Jetzt wirklich!

Was hat meine Nachbarin Überzeugungsarbeit geleistet... Nein, Kleid und Rock steht mir nicht Punkt

Aber eigentlich wollte ich zu meinem Dufflecoat so gerne Boots und Leggings tragen und dann muss was längeres für oben rum sein.
Vielleicht doch mal stöbern, ob mir nicht doch irgendein Kleid-Dings gefallen könnte? Für meine Nachbarin und Mutter von den beiden Lieblingskindern habe ich neulich das Wickelkleid von Frau Liebstes genäht, aber an mir konnte ich es mir nicht vorstellen.
Beim stöbern durchs Netz und mein geliebtes Pinterest, bei dem ihr mir im übrigen auch gerne folgen könnt, bin ich dann auf den Schnitt "Toni" von Milchmonster gestoßen. Sofort hatte ich dafür den dunkelblau gepunkteten Jersey aus dem örtlichen Stoffladen im Kopf. Wieder ein Grund für einen Besuch im Stoffparadies, hihi.

Wie passend, dass es beim Kaffeeröster gerade Thermoleggings in dunkelblau gab. So hatte ich mein Outfit komplett.


Und in diesem Kleid fühle ich mich wirklich mal wohl!
Es fällt so schön, was auf den Bildern leider nicht so gut erkennbar ist. Es war so windig und kalt. 

 Stoff für ein weiteres musste ich direkt rauslegen. Wieder ganz schlicht und auf den ersten Blick nicht unbedingt als selbstgenäht erkennbar, aber das mag ich momentan sehr :-)

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt Kleid: Toni von Milchmonster
Stoff Kleid: Aus dem heimischen Stoffladen
Thermoleggings: Vom Kaffeeröster
Schal: Schon *hier* vorgestellt

Freitag, 5. Dezember 2014

Buchstaben nähen ist Meditation


Nach den vielen Kleidungsstücken zeige ich euch heute schnell zwei wundervolle Namenskissen. 
Das eine war mein Geschenk zur Geburt der kleinen Franziska, dessen Mama ich hier im Dorf über das Nähen kennengelernt habe. Da sie aber überwiegend Kleidung näht, wollte ich sie damit nicht auch noch beschenken. Das kann sie selber total toll. Aber ein Kissen fürs Kinderzimmer macht sich doch immer gut. 
Das andere Kissen wird das Christkind der kleinen Ida unter den Weihnachtsbaum legen.


Das Nähen der Buchstaben hat schon etwas meditatives wenn sich das Füßchen in Milimeter-Etappen fortbewegt, aber das Resultat ist soooo schön.

Liebe Grüße, Nadine