Sonntag, 28. September 2014

Ein Tag Hamburg

Neulich... ok, ist schon wieder fast vier Wochen her, sind wir ganz früh am Morgen spontan nach Hamburg gefahren. Das war wie ihr spätestens seit meinem Beitrag zur Raid-DIY-Night wisst, ein lang gehegter Wunsch von mir. Vor ziemlich genau zehn Jahren waren Papi und ich das erste und bisher einzige Mal zusammen in Hamburg. Diese Stadt mit ihrem ganz besonderen Flair, der wunderschönen Speicherstadt, dem imposanten Hafen und natürlich das Miniaturwunderland hatte doch großen Eindruck bei mir hinterlassen.


Gut gelaunt und mit ordentlichen Papa-Tochter-Flausen im Kopf war unser erstes Ziel natürlich die Hamburger Filiale von "Stoff und Stil". Das Plakat #miserabelmen in der Männerecke stiftete uns natürlich gleich an, mal einen #miserabelmen im Nähparadies zu zeigen. Ok, normalerweise müsste er wohl auf einen Haufen Stoffschätze aufpassen, aber ich war sehr tapfer und hab nur das Schnittmuster und etwas Jeans gekauft. Und weil wir gerade so einen Clown im Kopf hatten, musste ich meiner Fotobella auch ihre Familie vorstellen *g


Dann ging es in die Speicherstadt. Während es Zuhause regnete, bot die Sonne über Hamburg fantastische Lichtspiele zwischen den alten Speichern und Kanälen. Hamburg ist vermutlich eine der wenigen Städte, in denen ich mir vorstellen könnte eine Zeit lang zu wohnen. Dafür würde ich auch mal unseren idyllischen Blick auf die Felder tauschen.


Anschließend ging es ins Miniaturwunderland. Wir hatten uns vorher keine Besuchszeit reserviert, da wir uns zeitlich nicht ganz festlegen wollten und wurden deshalb gleich nach dem Eingang abgefangen. Wir hätten nun in einer "Infobox" auf Informationen zur nächstmöglichen Einlasszeit warten können, aber ich hatte ja mein Smartphone in der Tasche und siehe da, die aktuelle Einlasszeit war dort noch nicht ausgebucht. Also haben wir das System ein wenig ausgetrickst, denn keine zwei Minuten nachdem uns die Mitarbeiterin in den Warteraum geschickt hatte, konnten wir mit Reservierungscode ganz bequem ins Wunderland eintreten. Pfft, geht doch ;-)


Gab es bei unserem ersten Besuch gerade einmal Amerika, Knuffingen, Hamburg und Skandinavien ist das Miniaturwunderland inzwischen auf 2 weitläufige Speicherböden gewachsen und es wächst und wächst weiter vor den Augen der Besucher.
 War ich als Kind eines Modellbahners von den vielen Zügen fasziniert, waren es beim jetzigen Besuch die detailverliebten Szenen die einem riesigen Wimmelbuch gleichen.






Nach fast !vier Stunden! im Wunderland zog es uns in die große Wunderwelt von St. Pauli. Vorbei an den Landungsbrücken, dem großen Segelschiff Rickmer Rickmers und am Hamburger Hardrock Cafe wollte ich unbedingt zum alten Elbtunnel. 


Die hundert Jahre alte Technik im alten Elbtunnel ist noch heute funktionstüchtig. Mit großen Fahrstühlen kann man sogar mit dem Auto hinunter fahren. Technik die begeistert. Unten angekommen war ich verwundert, dass es nur eine Fahrspur gibt. Tat sich natürlich gleich die Frage auf, wie dort der Verkehr geregelt ist damit die Autos nicht zusammen stoßen. Am Ausgang auf der anderen Seite erfuhren wir, dass der Tunnelverkehr durch eine zeitliche Einbahnstraßen-Regelung ohne Kollisionen befahrbar ist.



Am anderen Ende des Tunnels bot sich uns ein wunderschöner Blick auf St. Pauli, die Hafencity und die Elbphilharmonie. Wäre das alles nicht genug des perfekten Augenblicks bei strahlendem Sonnenschein diesen Ausblick zu genießen, fuhr dann auch noch DAS Traumschiff an uns vorbei!!! Eine kleine Barkasse kam ihr entgegen und grüße sie mit einem niedlichen "Duuuuuut", dass der große Pott mit einem "Dööööööööööööööht" erwiderte. Das werde ich nie vergessen *schwärm*


Als wären wir an diesem Tag nicht schon genug gelaufen, schliff mich Papi noch mit auf eine Anhöhe. Ok, der Ausblick auf die Landungsbrücken und den Hafen in der Hamburger Abendsonne waren es wert!


Hamburg, Hamburg was liebe ich dich!...habe ich sicher noch in mein Kopfkissen geflüstert, als wir kurz nach Mitternacht wieder Zuhause ankamen. Ein Tag ganz sicher viel zu kurz für diese wunderschöne Stadt, aber trotzdem ein Tag voller Papa-Tochter-Erinnerungen :-)

Ich hoffe euch hat mein kleiner Reisebericht gefallen?

Liebe Grüße, Nadine

Montag, 22. September 2014

Sterniges Baby-Set


Schlicht und doch sooo schön! Die Sternchen-Wünsche reißen nicht ab und mittlerweile hab ich mich total in sie verliebt. Also erfüllte ich natürlich gerne wieder den Wunsch nach einem schlichten Babyset für einen Jungen mit Sternen. Blau und grün sind so ein toller Kontrast. Zu Shirt, Hose und Mütze musste ich dann natürlich noch ein süßes Häschen-Tuch nach meinem Schnitt nähen.


Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Shirt: Zwergenverpackung1 von Farbenmix
Hose: Freebook Baby-Frida 2.0 von Milchmonster
Mütze: Knotenmütze von klimperklein
Häschen: eigener Schnitt

Donnerstag, 18. September 2014

Was man nicht alles nähen kann...


Ab heute findet ihr Uschis neues Ebook "Vasen-Trio" im Farbenmix-Shop. Darin zeigt sie euch, wie aus ein bisschen Chemie, etwas Mathematik und ein paar Stoffresten tolle Vasen genäht werden können. Nein, keine Angst, ihr braucht weder den Taschenrechner, noch wird etwas explodieren! Uschi hat das alles für euch vorbereitet und auf seine Sicherheit überprüft (nicht mal Köpfe sollten da noch rauchen ;-))! Es ist wirklich total einfach.

Euer Gewächs aus der Wiese hinter eurem Haus oder stilvoller eure Blume, steht natürlich nicht im Stoff, sondern in einem Reagenzglas und damit das ganze nicht umkippt, ist der untere Teil der Vase mit Vogelsand gefüllt.
Ich habe es mir zum Füllen und Verschließen der letzten Öffnung draußen in der Sonne gemütlich gemacht, damit ich mit dem feinen Sand nicht auf unserem Holzboden rumsaue.

Mein Vasentrio hat einen Platz auf unserem Lichtband im Treppenhaus bekommen. Da das gesamte Erdgeschoss im Stil der Happy-Stoffe gestaltet ist, fand ich sie im Treppenhaus als Übergang noch mal sehr schön. Nun erinnern mich die Vasen immer daran, mir öfter etwas Gewächs aus der Wiese dahinter zu holen.
Ich finde ja auch, dass die kleine Vase die perfekte Größe für alle Muttis hat, die sich immer über die von den lieben Kleinen irgendwo gepflückten Mini-Blümchen freuen müssen. Nur so als kleine Info am Rande *g

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Vasen: Ebook Vasen-Trio von Klasse-Kleckse, erhältlich bei Farbenmix

Dienstag, 16. September 2014

Ein Glückskind für Herrn Pilz

Kundenwünsche sind immer etwas ganz besonderes. Oft gehen zig Mails hin und her bis ich die erste Naht mache, aber in diesem Prozess liest man so tolle Geschichten und Wünsche, dass es mich jedes mal mit Stolz erfüllt, einen individuellen Wunsch ausgeführt zu haben.


 So war das auch bei dieser Einschlagdecke.
Eine liebe Kundin hatte *diese* Einschlagdecke bei mir im Blog entdeckt und wollte damit den werdenden Papa überraschen, dessen Nachnahme "Pilz" ist. Statt dem Tupfenstoff wollte sie aber den kuscheligen Sternenfleece. Weil das Geschlecht des Kindes noch nicht feststand, habe ich wieder das neutrale "Glückskind" auf die Kapuze gestickt :-) Auf der Rückseite der Decke befindet sich wieder ein Gurtschlitz für die Babyschale und mit den Klettstreifen kann die Decke auch zum "pucken" benutzt werden. 




Wenden kann man sie natürlich auch komplett und so könnten nach Lust und Laune auch die süßen Sterne die Außenseite geben.


Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt: eigener
Stickdatei Pilz: Froschprinz Arthur von tausendschön

Sonntag, 14. September 2014

Geschenk zur ersten Studentenbude


Während sich mein neuer Alltag allmählich einpendelt, beziehen die ersten Freundinnen ihre Studentenbude. Unvorstellbar, dass sie jetzt nicht mehr dort wohnen, wo man täglich vorbei fährt und man viel Zeit gemeinsam verbracht hat. Nun trennen uns etliche Kilometer :-( Da freue ich mich dann doch etwas auf mein Studententicket im nächsten Jahr, mit dem wir uns dann spontan besuchen können (wenn auch die Verbindung nicht ganz so toll ist). Aber es ist eben auch ein großes Abenteuer das man feiern muss! So habe ich einer Freundin dieses gefüllte Sofa-Utensilo zur Wohnungseinweihung geschenkt.


Liebe Grüße, Nadine

PS: Die Idee zum Kissen ist nicht von mir, sondern die von "aller-hand"! Schaut mal bei ihr im Dawanda-Shop, sie macht total witzige Sachen :-)

Montag, 8. September 2014

Oktoberfest-Taschen

Das Oktoberfest gehört für mich nach München. Zumindest nach Bayern. Aber um alles in der Welt nicht ins tiefste Ost-Westfalen... Wie finden das eigentlich die Bayern, wenn "ihr Fest" zu einer Modeerscheinung wird und ganz Deutschland im billig-Dirndl und "Leder"hose überall Oktoberfest feiern will? 


Aber was macht man, wenn man als eigentlicher Verfechter dieser importierten Oktoberfeste zum Motto-Geburtstag "Oktoberfest" eingeladen wird? Extra ein Dirndl leihen, geschweige denn nähen, kam für mich nicht in Frage, aber ganz den Spielverderber will man dann ja auch nicht geben. Also kramte ich im Kleiderschrank eine weiße Bluse und ein kariertes Halstuch hervor, dass ich irgendwann mal genäht hatte. Das ging zumindest schon mal in die richtige Richtung. Eine Dirndl-Tasche würde das ganze sicher komplettieren. Die Wahl fiel wieder auf die kleine Version meines Lieblings-Taschenschnittes "Josipa" von Gretelies. Und weil ich auch noch ein Geschenk brauchte, gab es die Tasche in sehr ähnlicher Form noch einmal fürs Geburtstagskind

 


Weil ich nicht extra eine Stickdatei kaufen wollte, habe ich die Lebkuchen-Herzen kurzerhand aus Stickfilz appliziert und bestickt. Der Taschenkörper aus gut abgelagertem Cord, das Taschenfutter ein alter, festerer Baumwollstoff, den mir mal eine ältere Frau geschenkt hat. Ich wusste nie, was ich mal daraus nähen würde, aber hier passen beide einfach wunderbar. 


Die Beschenkte hat sich sehr gefreut und ich passte mit Tasche, weißer Bluse, Karo-Halstuch und geflochtenen Zöpfen auch gut ins Bild *g Auch wenn es ein schöner Abend war, darf mein nächstes Oktoberfest dann doch irgendwann mal die richtige Wiesn sein! Wenn schon, denn schon ;-)

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt Tasche: Josipa von Gretelies

Dienstag, 2. September 2014

Nach 9 Jahren wieder Grundschule oder was macht Frl. Fusselline eigentlich nach dem Abi?


Montag war es soweit, ich hatte meinen ersten "Schultag". Glaubt ihr nicht? - Doch! Immer wieder fragt ihr, was ich denn jetzt nach dem Abitur mache. Ich möchte schon seit Kindertagen Lehrerin werden und da ich nicht ewig studieren möchte um dann festzustellen, dass es doch nichts für mich ist, absolviere ich nun ein freiwilliges soziales Jahr im Ganztag einer Grundschule.
Entweder ich gehe dann nächstes Jahr vollmotiviert ins Lehramtsstudium oder ich brauche Plan B. Auf jeden Fall bin ich dann um eine Erfahrung reicher.


Für meinen ersten Tag hatte ich mir etwas besonderes überlegt. Ich habe den Kindern eine Schultüte mitgebracht, die ich mit Dingen gefüllt hatte, die mich beschreiben. Dazu gehörten natürlich Nadel&Faden, ein Federball, mein Lieblingsbuch und eine Kartoffel (das Fischstäbchen habe ich ihnen erspart). Diese Tüte habe ich dann im Stuhlkreis mit den Kindern ausgepackt. So konnte ich ihnen gleich etwas mehr zu mir erzählen und so einige Gemeinsamkeiten wurden schnell aufgedeckt. Wer hätte gedacht, dass fast alle Kinder die Geschichte vom kleinen Prinz kennen? Oder die Lieblingsfarben der meisten Kinder auch rot und blau sind? Es Freitags zu meinem Glück immer Kartoffelbrei gibt? Diese Vorstellungsrunde kam also super an. 

Ganz uneigennützig *g habe ich somit nun auch eine genähte Schultüte bekommen. Ich finde die genähten Tüten einfach toll! Die landet jetzt allerdings nicht auf dem Schrank, sondern darf all meine Schätze aufbewahren, die sich während diesem Jahr ansammeln. Die etwas andere Erinnerungskiste. Deshalb habe ich es mir auch erlaubt, die Schleifenbänder passend zu besticken. Und weil ich von den Jolijou-Äpfeln einfach nicht wegkomme, mussten die natürlich auch auf MEINE Tüte :-)

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt: "Schultüte" von Jolijou und Farbenmix
Stickdatei: Surprise, surprise von Jolijou und Huups