Freitag, 17. April 2015

Strickfleece Babyoverall


Ich komme gar nicht hinterher, all die schönen Dinge zu zeigen, die ich in letzter Zeit genäht habe. 


Von meinem Strickfleece war noch ein Stück übrig. Dies reichte noch genau um einen Overall für die Feldmaus zu nähen. Die zarten Farben mag ich richtig gerne. Mit den langen Bündchen sollte er jetzt bis zu den Sommermonaten mitwachsen. 

Als Grundlage nehme ich den Minikrea-Schnitt 10550, aber mittlerweile an allen Stellen abgeändert, denn er fällt echt riesig aus. Die Feldmaus hat einen langen Rücken und noch kurze Beinchen. Ich habe jetzt eine Nummer kleiner als sie trägt gewählt und den Rücken 3cm länger gezeichnet. An Armen und Beinen habe ich noch Länge weg genommen und dann lange Bündchen angesetzt. Ob diese Änderungen für alle Babys gelten, wage ich zu bezweifeln, aber für die Feldmaus passt das.



Ihre Mama findet die Overalls super praktisch. So wird die Feldmaus nicht "schockgefrostet", wenn sie aus dem Kinderwagen genommen wird.

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Overall Schnitt: Basierend auf Minikrea 10550 (Änderungen siehe Text)
Strickfleece: Stoffe.de

Dienstag, 7. April 2015

Grau in grau - Strickfleece-Jacke


Na, habt ihr alle versteckten Ostereier und Schokohasen wieder gefunden oder sucht ihr noch? 
Hier musste natürlich keiner mehr Eier verstecken und suchen.

Vor einigen Wochen habe ich im "Bunte Knete"-Blog die Strickfleece-Jacke von Linda gesehen. Diese Jacken sind mir in letzter Zeit oft aufgefallen. Sie müssen doch perfekt sein für Frostbeulen wie mich, dachte ich. Also musste ich auch direkt mal Strickfleece bestellen. 

Außen hat Strickfleece eine wunderschöne Strick-Optik und von innen ist er kuschelig weich angeraut.



Wie auch Linda habe ich den Schnitt "Lady Comet" von mialuna gewählt. Dieser Schnitt ist sportlich und figurnah geschnitten sodass er sich auch sehr gut für Jacken eignet. Da ich hohe Kapuzenkrägen mag und den Reißverschluss nicht kürzen wollte, habe ich den vorderen Kapuzenkragen nach oben hin verlängert. Gegen kratzende Reißverschlussenden habe ich direkt einen Untertritt eingearbeitet. Die Taschen habe ich mir selbst dazu gebastelt.


Für ein professionell genähtes Aussehen habe ich innen und außen alle direkt sichtbaren Saumkanten und Nähte mit schwarzen Jerseystreifen eingefasst.



Ich finde den Strickfleece genau wie den Softshell von der Innenseite viel zu schön um noch ein zusätzliches Futter zu nähen. Eine heiden Arbeit, die sich aber lohnt. Vor allem braucht man dazu gar keine besondere Machine! Eine normale Nähmaschine reicht, auch wenn ich für einen Arbeitsschritt noch die Overlock verwende. Knipse ich bei der nächsten Jacke mal mit!


Eine ziemlich schlichte Jacke, aber genau so liebe ich sie.
Und keiner sieht, dass sie selbst genäht ist *grins*

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt: "Lady Comet" von mialuna (Kapuze verändert und Taschen hinzugefügt)
Strickfleece: von Stoffe.de
Kleinkram: aus dem heimischen Stoffladen

Mittwoch, 1. April 2015

Outdoorkombi aus Softshell


Manchmal brauche ich größere Projekte wie die neue Outdoor-Klamotte vom Lieblingsräuber. Etliche Stunden hatte ich dafür an der Nähmaschine verbracht, aber das Endprodukt am Kind ist für mich immer wieder unbeschreiblich toll. 

Seit ich Mialunas Outdoorhose "Waldemar" für den Räuber Probe genäht habe, gibt es für Frau Nachbarin und mich keine bessere Räuber-Kleidung mehr. Unzähligen abenteuerlichen Kindergarten-Tagen trotze sie tapfer und abends beendete sie den Tag mit einer Fahrt in der Waschmaschine um am nächsten Tag wieder einsatzbereit zu sein. Jetzt brauchte der Räuber eine etwas leichtere für den Übergang und so griff ich mal wieder zum Softshell, einem meiner Lieblingsmaterialien. Weil der Rest meiner Softshell-Jacke noch genau für eine kleine reichte, habe noch die zur Hose passende Softshell-Jacke nach dem Farbenmix-Schnitt "Quinn" genäht.





Ich hatte mal wieder so richtig Glück mit der Fotolaune des Räubers. "Mach mal dies... mach mal das" zieht bei ihm nämlich nicht. Keine Chance. Also verbanden wir einen kleinen Sonntagsausflug mit dem Fotografieren der neuen Sachen. Der Räuber war nicht mehr zu halten und genoss es, den großen Spielplatz einen Moment für sich alleine zu haben. Dann ging es noch weiter zum Bach.

Wie schon so oft, habe ich einige Nähte mit Paspeln versehen. So ist die  Kombi trotz ihrer Schlichtheit ein besonderer Blickfang. Bei der Jacke wollte ich diesen Kontrast beibehalten, aber ebenfalls reflektierende Paspel einarbeiten. Ich habe die türkise Baumwollpaspel und die Reflexpaspel dann wie eine Doppel-Paspel zusammen genäht und anschließend in die Jacke gearbeitet. 





Perfekt für das Frühlingswetter ist auch die Mütze "Bettina", ein ganz altes Farbenmix-Freebie für jüngere Kinder. Ihr könnt es euch *hier* bei Farbenmix runterladen. Ich habe sie mit etwas mehr Zugabe genäht, so passt sie dem Räuber mit seinen fast fünf Jahren super. Sie ist Ruck Zuck zu nähen und gefällt dem Beanie-Verweigerer sehr (vielleicht auch, weil Wikinger drauf sind?! ;-)).


Am Ende packten wir ein dreckiges aber glückliches Kind ins Auto und  die Outdoorkombi in die Waschmaschine :-)

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt Hose: "Waldemar" von mialuna
Schnitt Jacke: "Quinn" von Farbenmix
Softshell: aus dem heimischen Stoffladen
Schnitt Mütze: Bettina von Farbenmix
Wikinger-Jersey: Lillestoff

Sonntag, 29. März 2015

Kuschelige Decke zur Geburt


Der Farbenmix-Stoff "Bubble mini star blue" war mein erster Stoff, aus dem ich Designbeispiele nähen durfte. Ich musste mir danach ein paar Meter bunkern und vernähe ihn auch heute immer noch gerne.

Letztens durfte ich daraus eine Kuscheldecke zur Geburt nähen. Das besondere an ihr ist, dass sie den kleinen Luis mit ihren Maßen von 100x120cm ganz sicher etwas länger begleiten wird, als eine normale Babydecke dies in der Regel tut. So wird sie ihren Zweck erst im Kinderwagen, dann als Krabbeldecke und später als Kuscheldecke erfüllen. Ich finde die gequilteten Babydecken total schick, aber einfach zu fest und steif. Wie schon bei unserem Triangel-Quilt habe ich deshalb auf eine Vlieseinlage verzichtet und als Rückseite Microplüsch verarbeitet. Gegen das Aushängen habe ich sie trotzdem an mehreren Stellen durchgesteppt. 


Den großen Stern in der Mitte habe ich mit Vliesofix aus Jersey appliziert. Trotz Stickmaschine und Plotter mache ich das immer wieder gerne und so groß könnten beide Maschinen auch nicht. Ein bisschen mehr Arbeit, aber ein großartiger Effekt. Der Plotter durfte dann aber immerhin den Namen des kleinen Deckenbesitzers schneiden.

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Stoff Vorderseite: "Bubble mini stars blue" aus dem Fundus und sonstige Stoffe dem heimischen Stoffladen
Stoff Rückseite: Microplüsch von Bonnybee

Sonntag, 22. März 2015

Retro-Hoodie


Habt ihr den frühlingshaften Sonntag genossen? Was habe ich mich nach diesem herrlichen Licht gesehnt. Ich habe noch so viel zu zeigen, was in der letzten Zeit so entstanden ist. Oberteile für mich, eine Babydecke, ein Kissen, eine ganze Softshell-Kombi für den Räuber,... Also mussten wir heute erstmal Bilder machen.  

Den gemütlichen Kapuzenpulli mit Passe habe ich schon vor einiger Zeit genäht. Der Retro-Stoff lag bestimmt drei Jahre in meiner Stoffsammlung und eigentlich sollte er schon immer so ein Hoodie werden. Aber ich hatte weder einen Schnitt, noch eine Idee wie ich ihn kombinieren sollte. So ein Entstehungsprozess kann sich eben hinziehen... aber gut Ding braucht Weile ;-) 


Jedenfalls sollte er nicht noch länger sein unvernähtes Dasein fristen und so knöpfte ich ihn mir erneut vor. Als Grundschnitt habe ich "Kapuziert 4us" von LeniPepunkt genommen. Leider passte der Schnitt so gar nicht zu meiner Figur. Überall hatte ich zu viel Stoff. Ich musste also in der gesamten Weite abstecken und anpassen.   


Als Kombination habe ich das kräftige Grün (kommt leider nicht so schön rüber) und das saftige Rot des Musters aufgegriffen. Ein besonderes Teil, aber eben nicht kindisch! So akzentuiert vernäht mag ich dann auch wieder Musterstoffe an mir.

Papa sagt übrigens "Gärtnerpulli" dazu... ich könnte ihn jedes mal hauen *lach* 

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt: Basierend auf "Kapuziert 4us" von LeniPepunkt
Retro-Blumenjersey: Vor Jahren über Dawanda gekauft
Sonstiges: Aus dem heimischen Stoffladen

Sonntag, 15. März 2015

Hiddense(e)hnsucht


Langjährige Blogleser wissen um unsere große Liebe für die kleine Insel. Ich glaube das wird auch in zwanzig Jahren noch unsere Papa-Tochter-Insel sein, zu der es uns einmal im Jahr zusammen hin zieht.

Klang und heimlich verbrachten wir mal wieder ein paar Tage auf unserer Lieblingsinsel Hiddensee. Nachdem unser Jahr nicht so gut begann, war mir nicht nach der großen Familienfeier die sonst zu jedem Geburtstag ansteht. Ich wollte in Gedanken versunken am Meer entlang wandern, Donnerkeile und Bernsteine suchen, dem im Wind zappelnden Drachen zusehen und in einer Düne liegend ein gutes Buch lesen.
Wir nahmen uns also beide Urlaub und erfüllten meinen Wunsch.



Hiddensee im März ist noch Menschenleerer als im Herbst. Fein. Während unserer Hiddensee-Zeit gab es nur an einem Tag die Möglichkeit den großen Leuchtturm im Hochland zu besteigen. Ein bedeckter, stürmischer Tag. So stürmisch, dass mir fast das Handy aus der Hand geweht wurde, mit dem ich gerade ein paar Fotos machte.



Der "Enddorn" gehört zu meinen Lieblingsorten auf der Insel. Hier findet man bei fast jedem Schritt Stücke von Donnerkeilen, die feucht vom Meerwasser rötlich leuchten. Jedes mal nach dem Urlaub fragen wir uns, wofür wir das Zeug eigentlich mitnehmen. Aber der Spaß und Wettkampf zwischen uns beim Finden ist jedes mal zu schön.


Damit wir die Insel auch mal mit anderen Augen wahrnehmen, hatten wir zusätzlich unser GPS-Gerät eingepackt. Mit einem Geocache als Ziel führte es uns auch auf den "Altbessin", eine der beiden angelagerten Halbinseln von Hiddensee. Der Altbessin ist wie auch der Neubessin strenges Naturschutzgebiet, aber er kann auf einem 3km langen Pfad bis zu einem Vogelbeobachtungsturm bewandert werden. Von  lautem Vogelgezwitscher begleitet, stapften wir den endlos scheinenden Pfad bis das GPS "0m" zeigte. Nach kurzer Suche loggte ich: "6km für eine blöde Filmdose... Fusselline". Natürlich mit Ironie gemeint ;-)


Am späten Nachmittag machten wir uns einen Spaß daraus, den Tagestouris zum Abschied zu winken. Bei aufgeschnappten Sätzen wie "Was soll man hier den länger machen?" warfen wir uns einen grinsenden Blick zu. Dann sind die hetzenden Menschen endlich weg, die meinen, sie könnten die ganze Insel an einem Tag erleben. Dann kommen die schönsten Stunden eines Hiddensee-Tages. Wenn die tiefstehende Sonne die Insel in leuchtende Farben taucht, dann zeigt Hiddensee seinen ganzen Reiz.



Strandstillleben im Insel-Hauptort Vitte. Als wäre der Fischer nur mal kurz weg gegangen.



Wenn am Strand von Hiddensee die Sonne untergeht, sind Bankplätze am  Dünenweg rar. Sonnenuntergänge auf Hiddensee locken zu jeder Jahreszeit die Fotografen an den Strand, so herrlich ist dieses Schauspiel hier. "Papa, welche Blende und welche Verschusszeit muss ich nehmen?"- 5 min bevor die Sonne den Horizont kratzt... Schnell Google fragen und direkt ausprobieren:


Wir hatten auf Hiddensee eigentlich immer Glück mit dem Wetter. Die Insel zählt ja nicht umsonst zu den Sonnenreichsten Orten Deutschlands. Wenn der Himmel klar ist, lohnt sich eine Wanderung zum "Inselblick".


Mit den Fahrrädern besuchten wir auch wieder den kleinen Leuchtturm am südlichen Ende von Hiddensee. Am Strand entlang kann man noch ein ganzes Stück südlicher auf dem "Gellen" wandern, bis ein Holzzaun kommt. Dort gilt dann wieder Schutzzone 1. Hier verbringen wir gerne ein paar Stunden am Strand. In der Nebensaison ist man hier so gut wie alleine und nur das gleichmäßige rauschen des Meeres durchbricht die Ruhe.


Die abendlichen Steilküstenwanderungen zähle ich zu den schönsten Urlaubserinnerungen. Das Licht... herrlich.


Die 312 "Stufen" der Klausner Treppe läuft man nur einmal hoch. Danach ist man schlauer und plant die Wanderungen so, dass man sie nur noch runter geht ;-)


Am Strand der Steilküste entlang geht es zurück nach "Kloster". Es dauert meist nicht lange, bis zwischen uns ein größerer Laufabstand liegt. Jeder geht dann sein Tempo, denkt nach, dreht mehr oder weniger Kiesel um, ob es vielleicht ein Bernstein oder Donnerkeil ist und genießt den Moment. 


Hiddensee, wir kommen wieder!

Liebe Grüße, Nadine

PS: Falls ich euch jetzt Lust auf die Insel gemacht habe: Wir wünschen der Insel genau so viel Tourismus, dass das Gewerbe dort leben kann und es die Natur verzeihen kann. Wer die Highheels zum festen Kofferinventar zählt, wer sich Strandpromenaden und ausgebaute Wege wünscht, fahrt bloß woanders hin! Dann kann Hiddensee noch lange so bleiben wie es ist, ein kleines Paradies.