Donnerstag, 14. Januar 2016

Die hätte ich gern selbst behalten


So langsam kommen die Klausuren näher und die Nähmaschinen stehen traurig an ihren Plätzen... Aber ich habe ja noch ein paar Weihnachtsgeschenke angekündigt.

Meine Patentante (die allerbeste, die man haben kann ;-)) und ich waren in der Vorweihnachtszeit shoppen. Kurz zuvor war ein iPad bei ihr eingezogen und es fehlte noch eine schützende Tasche. Boooaaa, wie oft habe ich die Augen verdreht... Was schönes war wirklich nicht zu finden. 


Eigentlich sollte sie einen Leseknochen mit passendem Lesezeichen bekommen, was auch schon fertig war, aber das Elend konnte ich dann doch nicht ertragen. Ich glaube ja, das war ihr Plan *lach*


Der Schnitt war schnell erstellt und heraus kam eine komplett geschlossene Tasche mit praktischem Reißverschluss. Schlicht und schick verziert mit einer geplotteten Feder aus dem Silhouette Store und Webbändern von Farbenmix.

Kurz hatte ich die Hoffnung, das Täschchen wäre vielleicht doch etwas zu stylisch und zu glitzerblinkblink, aber nein - die Freude war riesengroß. Schade.

Liebe Grüße, Nadine 

Zutaten
Schnitt: Nach den Maßen selbst erstellt
Stoffe: Aus dem heimischen Stoffladen
Webbänder: Farbenmix
Feder-Plott: Datei aus dem Silhouette Store

Donnerstag, 7. Januar 2016

Strickzeug to go - Strickzeugtasche


Der Alltag ist wieder da... Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gekommen? Jetzt kann ich auch endlich zeigen, womit ich dem Christkind geholfen habe.

Eine liebe Bekannte strickt für ihr Leben gerne Socken und bedenkt mich immer wieder mit den schönsten und kuscheligsten Exemplaren.
Damit sie ihre Stricksachen nicht total zertüddelt in der Handtasche transportieren muss, habe ich das alte Freebook von machwerk heraus gekramt und ihr eine Strickzeugtasche genäht.



Entgegen der Anleitung habe ich die Tasche quasi offenkantig genäht und anschließend mit Schrägband versäubert. Das ging wesentlich besser als gedacht und sieht so hübsch aus.


Und während ich ihr das eingepackte Täschchen überreichte, hatte ich  wieder neue Stricksocken an den Füßen - In rot und roooosa mit einem kleinen bisschen grau. So wunderschön und kuschelwarm.

Irgendwann lern´ich auch noch stricken... 

Aber irgendwas sollte ich mir fürs Oma-Dasein noch aufheben.

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten

Montag, 28. Dezember 2015

Die Sternenhäkeldecke - mein Großprojekt in 2015



45 Wochen,
unzählbare Stunden,
mindestens 5890 mitgereiste Kilometer in 3 Ländern,
über 60 Knäul Garn,
179 ganze, 16 halbe Hexagons,
195*140cm,

...2800 Gramm ganzer Stolz!



Angefangen als ich Anfang Februar krank die Couch hütete, war ich zur Belustigung von Freunden und Kollegen fortan selten ohne Häkelzeug unterwegs. In einem kleinen Apothekenbeutel schlürte ich zugeknotet immer etwas Garn, Häkelnadel und Schere mit mir herum. Das Werk war schon als Decke erkennbar, als ich diese hässliche Apothekentasche endlich ersetzte... 


Ich häkelte im Zug, im Auto, auf der Fähre, im Bus, im Flugzeug,... auf dem Sofa, im Bett, im Garten, im Wartezimmer, am Strand auf Hiddensee, in Paris, in Irland, sogar als wir mit dem Kanu auf der Lahn paddelten. Nein, stillsitzen war nicht mehr möglich. Ich wollte diese Decke!

Das häkeln der Hexagons war aber die geringste Arbeit. Das konnte man ja schön nebenbei und unterwegs erledigen. Wesentlich schlimmer war das vernähen der Fäden mit der Riesendecke auf dem Sofa... Das zog sich ganz schön in die Länge, obwohl ich schon beim häkeln alles mit vernähte was ging. 


Nun ist es geschafft! Ich freue mich über die hübsche Decke in meiner Leseecke und der beste Papa ist froh, dass das Sofa endlich wieder frei von Fadenenden ist und er nicht mehr um auf dem Boden ausgelegte Teilstücke herum saugen muss. 

Ich kuschle mich jetzt in meine Sternenhäkeldecke, denke zurück an all die Momente in der sie entstand und überlege mal welche Farben die nächste Decke haben soll... 
Jetzt hätte ich gerne eure Gesichter gesehen ;-)


Ich wünsche euch einen guten Rutsch! 
Auf ins nächste kreative Jahr! 
Dann zeige ich euch mal nach und nach was hier doch noch so genähtes unterm Baum lag.

Liebe Grüße, Nadine



PS: Jedes mal, wenn ich auf Instagram einen Ausschnitt der Decke zeige, werde ich nach der Anleitung gefragt. Ihr lieben, es gibt keine vollständige Anleitung zu dieser Decke und ich werde dazu auch keine schreiben. Ich fände es nicht richtig und respektlos gegenüber fremden Ideen, für Anjas (Joma-Style) Decken, die sie zudem auch noch verkauft, eine Anleitung zu verfassen. Fangt bitte einfach an! Schaut euch die Anleitung von der Schaubude an und probiert dann etwas mit den Stäbchen herum. Ich hatte auch nichts anderes als anfängerische Häkelkenntnisse von einigen Boshi-Mützen, die Grundanleitung von der Schaubude und Anjas Instagram-Bilder. Ihr werdet sehen, das ist alles kein Hexenwerk und vieles erklärt sich wirklich beim häkeln und mit der Zeit.

Zutaten
Garn: King Cotton von Gründl
Nadelstärke: 5mm

Sonntag, 13. Dezember 2015

Alles hat seine Zeit oder früher war mehr Lametta


Fürs Nähen hat der Tag auch weiterhin zu wenige Stunden, aber es fand sich ein kurzer Sonnenmoment um die schon angekündigte zweite Malotty nach dem Schnitt von Claudi zu fotografieren. 

Als ich vor fünf Jahren mit dem Nähen begann, musste sich selbstgenähtes von der Massenware in den Läden abheben und auffallen. Ja, es war schon fast verpöhnt, schlichte Shirts zu nähen, die günstig im Laden gekauft werden konnten. Die Auswahl an schönen Stoffen und Schnitten war noch gering und beschränkt. Es gab entweder Kinder- oder "Omma-Stoffe". Damenbekleidung nähen, ohne auf den Burda-Katalog zurück zu greifen, war ebenfalls etwas schwieriger. Die wenigsten besaßen "damals" eine Overlock und niemand störte sich an der 3-fachen-Zickzack-Naht am Saum. Eine krumme Naht wurde mit dem Satz "Das ist Design" lächelnd überspielt. 


Nähen ist heute in aller Munde und ein hochprofessionalisiertes Hobby. Kleidung wird ordentlich mit der Overlock gekettelt, Säume und Ziernähte gecovert und man erstellt Bügelmotive mit dem eigenen Schneidplotter.
War das allgegenwärtige Objekt der Begierde in meiner Anfangszeit die Stickmaschine, so scheinen Bestickungen heute viel zu edel und zu sehr verspielt. Zudem braucht auch die Stickmaschine Zeit. Zeit, die heute selten investiert wird. Aber es hatte schon etwas meditatives, der Stickmaschine zuzusehen wie nach und nach bunte Bilder im Stoff entstanden, Bänder und Borten zusammen zu legen und ein einzigartiges Gesamtkunstwerk entstehen zu lassen. Da fällt mir direkt mein erstes Feliz-Kleid oder die JADE-Kombi ein, die ich damals für das Lieblingsmädchen genäht habe. Was war das schön.
Man musste nicht nur können, sondern auch kreativ sein.


Für mich nähe ich heute auch ganz anders. Es muss nicht genauso aussehen wie die Kleidung von der Stange, aber es muss ja auch nicht gleich als selbstgenäht erkennbar sein. Nicht darauf angesprochen werden, ist für mich auch eine Form von Kompliment.

Ein bisschen trauere ich den Anfängen schon hinterher, mit den eingeschränkten Möglichkeiten vor Kreativität strotzende Werke erschaffen zu haben, aber ich freue mich auch über die heutigen Möglichkeiten und vor allem die große Auswahl an modischen Damenschnitten.

Alles hat seine Zeit oder eben nicht mehr.


Das 80cm lange Stück dieses wunderschönen Sweat-Stoffes habe ich zusammen mit Uschi von klasse-kleckse auf dem Markt in Doetinchem entdeckt. Leider gab es nur dieses eine kleine Stück, welches so gerade für dieses Oberteil reichte. 
Liebe mitlesende Stoffdesigner und Produzenten: Bitte, bitte mehr solcher Stoffe!

Liebe Grüße, Nadine


Zutaten
Oberteil: Malotty von Kibadoo (Gr. 36), mit Beleg genäht
Stoff: Vom Wühltisch auf dem Markt in Doetinchem

Donnerstag, 3. Dezember 2015

NIKA schlicht, gestreift und mega lässig


NIKA hat eure Herzen erobern können und noch immer halte ich die fertigen Schnittbögen ehrfürchtig in den Händen. Das war schon ein ganz besonderes Projekt und in meinem Kopf wachsen langsam die nächsten Ideen. Hätte ich doch nur Zeit um mal wieder ein Wochenende im Nähzimmer zu verbringen, das größte Chaos anrichten zu können und  glücklich mitten drin zu werkeln,... 

 Das Kleid was ich heute zeigen möchte, entstand noch in der Anpassungsphase. Mit einem geübten Blick erkennt ihr auch, was im Endschnitt anders wurde. Die Schultern waren noch zu breit, die Armkugel zu groß und das Oberteil unter den Achseln und insgesamt zu weit,...


Zum Glück konnten die meisten Kleider trotzdem getragen werden. Lediglich eins wanderte komplett unbrauchbar in die Tonne. Ein zu verschmerzender Ausschuss ;-)


Obwohl es zu den NIKA Kleidern mit dem geringsten Aufwand gehörte, ist diese Version eine meiner Lieblinge. Es passt zum frechen, großen Mädchen und sieht über der Jeans sowas von lässig aus.

Habt ihr schon NIKAs genäht?

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt: NIKA erhältlich als Papierschnitt bei Farbenmix
Stoff: Aus dem heimischen Stoffladen

Freitag, 27. November 2015

Ein Herzbube


...für den Herzbuben! 
Ohja, das ist er.



Zum Nähen komme ich leider auch weiterhin nur sporadisch. Ob das je besser wird, so lange ich mich mit Kongruenzen, Phi und Stellenwertsystemen herum schlagen muss, wage ich zu bezweifeln, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Dann zeige ich euch halt ein paar schöne Dinge, die schon etwas länger fertig sind. Darunter auch dieser schlichte Herzbube für den Räuber. Naja, "etwas länger fertig"... hust. Diesen wunderschönen grünen Sternchensweat habe ich 2014 auf dem Lillestofffestival für den Räuber gekauft und danach schön ordentlich ins Stoffregal gelegt, wo er bis zum diesjährigen Lillestofffestival noch genau so lag :O) Also habe ich mir ein Stoffkaufverbot auferlegt und in diesem Jahr vernäht, was ich im letzten Jahr dort erstanden hatte. So bekam der Räuber auch endlich seinen Herzbuben. 



Ich nähe gerne für den Räuber und natürlich entfällt mir ein kleines grinsen, wenn ich ihn von Kopf bis Fuß in von mir genähten Sachen aus dem Kindergarten kommen sehe. Er trägt die Sachen viel und gerne und es macht mich glücklich, ihn darin zu sehen.

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Hoodie Schnitt: Herzbube von FRED von SOHO
Stoff: Sweat und Bündchen von Lillestoff